Der Münchner Autobauer wagt zum Jahresstart 2026 ein gewagtes Manöver. Während die US-Großbank JPMorgan ihre Kaufempfehlung bestätigt, senkt der Konzern im wichtigsten Einzelmarkt China die Preise massiv, um Marktanteile gegen die lokale Konkurrenz zu verteidigen. Diese offensive Preispolitik übt unmittelbaren Druck auf die Margen aus und steht im scharfen Kontrast zur Strategie in den USA.

Die wichtigsten Fakten:
* Rabatt-Offensive: Preissenkungen von 10 bis 20 % für Importmodelle in China.
* Gegenbewegung: Preisanhebungen in den USA aufgrund gestiegener Zölle.
* Regulierung: BMW gilt laut ICCT als einziger deutscher Hersteller, der die EU-CO2-Ziele erreichen dürfte.
* Luxus-Fokus: Alpina agiert seit dem 1. Januar offiziell als interne Eigenmarke.

Radikaler Kurswechsel in China

Ein Bericht von Morgan Stanley deckt auf, dass BMW zum 1. Januar 2026 die empfohlenen Verkaufspreise in China drastisch reduziert hat. Betroffen sind vor allem importierte Elektrofahrzeuge und High-End-Modelle der 7er- und 8er-Reihen. Mit Nachlässen von bis zu 20 Prozent reagiert das Management auf den brutalen Wettbewerb durch chinesische Hersteller.

Gleichzeitig vollzieht der Konzern in den USA genau das Gegenteil: Hier wurden die Preise um bis zu 1.500 US-Dollar angehoben, um gestiegene Zölle zu kompensieren. Dieser globale Spagat verdeutlicht die Herausforderung, Volumen in Asien zu sichern, ohne die Profitabilität in Nordamerika zu gefährden. Dass die Aktie heute mit einem leichten Plus von 0,28 % auf 93,86 Euro notiert, zeigt, dass der Markt diesen Balanceakt vorerst toleriert.

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Regulatorischer Vorteil und Luxus-Push

Abseits der Preisdebatte punktet BMW mit fundamentaler Stärke bei der Regulierung. Eine Analyse des ICCT hebt hervor, dass die Münchner als einziger traditioneller deutscher Autobauer die verschärften EU-CO2-Ziele für 2025/2026 ohne Strafzahlungen erreichen dürften. Während Wettbewerber Rückstellungen bilden müssen, zahlt sich die technologieoffene Strategie hier aus.

Zusätzlich soll die vollständige Integration von Alpina als Eigenmarke das obere Luxussegment stärken und höhere Deckungsbeiträge generieren. Dies ist ein notwendiger Schritt, um die Margenbelastung aus dem China-Geschäft mittelfristig abzufedern.

Charttechnik und Bewertung

Trotz der strategischen Unsicherheiten hält sich das Papier stabil. Mit einem aktuellen Kurs von 93,86 Euro notiert die Aktie nur 3,36 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 97,12 Euro. Der RSI von 36,7 deutet zudem darauf hin, dass der Titel keineswegs überhitzt ist.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das erhoffte Absatzplus in China die geringeren Einnahmen pro Fahrzeug kompensiert. Das Management muss in den kommenden Quartalszahlen beweisen, dass dieser aggressive Preiskampf nicht zulasten der langfristigen Profitabilität geht. Solange die Marke von 92 Euro hält, bleiben die Bullen im Vorteil.

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