BMW vollzieht in China die aggressivste Preiskorrektur seiner Unternehmensgeschichte. Über 30 Modelle werden drastisch günstiger – teilweise um ein Viertel. Der Grund: Lokale Konkurrenten wie BYD und NIO setzen deutsche Premium-Hersteller massiv unter Druck. Gleichzeitig integriert der Konzern die Luxusmarke Alpina vollständig, um am oberen Ende der Preisskala Margen zu sichern.

Die wichtigsten Fakten:

  • Elektrische Luxuslimousine i7 M70L: Preis um 301.000 Yuan gesenkt auf 1,598 Mio. Yuan
  • Einstiegs-SUV iX1 eDrive25L: Minus 24 % auf 228.000 Yuan
  • Zehn statt drei BMW-Modelle unter der psychologischen Schwelle von 300.000 Yuan
  • Alpina-Übernahme zum Jahreswechsel abgeschlossen

Radikale Maßnahmen im Reich der Mitte

Die Preisanpassungen zielen auf ein klares Ziel: Volumen verteidigen, koste es was es wolle. Besonders im Segment der New Energy Vehicles haben chinesische Hersteller längst die Preisführerschaft übernommen. BMW reagiert nun mit einer Strategie, die kurzfristig auf Marge verzichtet, um langfristig die kritische Masse nicht an Wettbewerber zu verlieren.

Die 7er-Reihe mit Verbrennermotor wird um rund 12 % günstiger, Premium-Elektromodelle wie der i7 sogar deutlich stärker heruntergesetzt. Analysten werten dies als deutliches Signal: Der Konzern ist bereit, den Kampf aufzunehmen – auch wenn das kurzfristig die Profitabilität belastet.

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Alpina als Gegenstrategie

Während BMW in China über den Preis kämpft, setzt der Konzern in anderen Märkten auf die entgegengesetzte Strategie. Mit der vollständigen Integration von Alpina positioniert sich BMW zwischen den sportlichen M-Modellen und Rolls-Royce. Die Submarke soll zahlungskräftige Kunden ansprechen, die Wert auf Exklusivität und Individualisierung legen.

Diese Zangenstrategie – Volumensicherung durch Preiskampf auf der einen, Margensicherung durch Premiumisierung auf der anderen Seite – wird den Konzern die kommenden Quartale prägen.

Lichtblick Indien

Einen deutlichen Kontrast zur China-Situation bildet die Entwicklung in Indien. Dort kletterte der Elektroanteil am BMW-Absatz auf 21 %. Zwischen September und November 2025 stiegen die EV-Verkäufe um mehr als 130 % im Jahresvergleich. BMW hält am Ziel fest, bis 2030 einen EV-Anteil von 30 % im indischen Markt zu erreichen – trotz steuerlicher Änderungen und auslaufender Subventionen.

Die BMW Aktie notiert bei 95,68 Euro und damit rund 15 % über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob diese Bewertung angesichts des Margendruck aus China gerechtfertigt ist, wird sich in den kommenden Quartalszahlen zeigen. Der Erfolg der Doppelstrategie – Volumensicherung in Asien, Margensicherung durch Alpina – entscheidet über die weitere Kursentwicklung.

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