Bloom Energy erlebt gerade einen Kurssprung, der das Unternehmen in eine neue Größenordnung katapultiert. Auslöser ist ein milliardenschwerer Versorgungsvertrag, der die Umsatzperspektiven auf einen Schlag deutlich verändert. Im Kern geht es darum, wer in den kommenden Jahren die gigantischen Strombedarfe der AI-Rechenzentren zuverlässig bedienen kann – und Bloom Energy rückt hier plötzlich ganz nach vorne.

Megadeal mit American Electric Power

Herzstück der Rally ist eine endgültige Vereinbarung mit American Electric Power (AEP). Eine nicht regulierte AEP-Tochter hat sich verpflichtet, Bloom-Technologie im Volumen von rund 2,65 Milliarden US-Dollar abzunehmen. Bestellt werden etwa 900 Megawatt (MW) an Festoxid-Brennstoffzellen.

Diese Lieferung deckt einen wesentlichen Teil einer bereits bestehenden Option ab und erweitert eine frühere Vereinbarung aus dem Jahr 2024 deutlich. Aus einem potenziellen Zukunftsprojekt ist damit ein konkret beauftragtes Großvorhaben geworden – mit direkter Wirkung auf die Planungssicherheit des Unternehmens.

Der Markt reagierte entsprechend heftig: Innerhalb der vergangenen Woche legte die Aktie um gut ein Drittel zu. Auf Sicht von 30 Tagen summieren sich die Gewinne auf knapp 80 %, im Zwölfmonatsvergleich steht ein Plus von über 500 %.

Strom für AI-Rechenzentren

Der Auftrag ist eng an den AI-Boom gekoppelt. Die Brennstoffzellen von Bloom Energy sollen eine neue Stromerzeugungsanlage nahe Cheyenne im US-Bundesstaat Wyoming ausrüsten. Diese Anlage wird den immensen Energiehunger von Rechenzentren decken, die für AI-Anwendungen und Hochleistungsrechnen ausgelegt sind.

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Der Vorteil: Die Stromerzeugung findet direkt am oder nahe dem Standort statt. So lassen sich Engpässe in bestehenden Netzen umgehen, was gerade in Regionen mit wachsender Dateninfrastruktur zunehmend zum Engpassfaktor wird. Marktbeobachter sehen darin einen klaren Hinweis, dass dezentrale, skalierbare Lösungen wie die von Bloom Energy im AI-Zeitalter strategisch an Bedeutung gewinnen.

Die wichtigsten Eckdaten des AEP-Deals im Überblick:

  • Volumen: rund 2,65 Mrd. US-Dollar Auftragswert
  • Leistung: etwa 900 MW Festoxid-Brennstoffzellen
  • Einsatzfeld: Stromversorgung für Datenzentrums-Infrastruktur
  • Laufzeit: 20-jährige Abnahmevereinbarung für 100 % der Anlagenproduktion

Damit erhält Bloom Energy nicht nur ein großes Projekt, sondern auch langfristig gesicherte Erlöse über zwei Jahrzehnte.

Aufstieg zum Schlüsselspieler – mit Risiken

Der Deal zählt zu den größten Projekten dieser Art und positioniert Bloom Energy als wichtigen Technologieanbieter für die besonders stromintensive AI-Industrie. Für das Unternehmen bedeutet das einen kräftigen Schub bei der Visibilität künftiger Umsätze und stärkt die Argumentation, dass großvolumige Verträge mit Versorgern und Datenzentrums-Betreibern zum zentralen Wachstumstreiber werden.

Nicht alle Analysten feiern die Entwicklung vorbehaltlos: Einige verweisen auf Ausführungsrisiken bei Projekten dieser Größenordnung – von technischer Umsetzung bis Zeitplan. Andere wiederum bleiben klar positiv und bekräftigen ihre Einstufung als überdurchschnittlich attraktiven Titel, weil Bloom Energy aus ihrer Sicht in der Lage ist, saubere Stromlösungen vergleichsweise schnell und im industriellen Maßstab bereitzustellen.

Charttechnisch zeigt sich, wie extrem dieser Vertrauensvorschuss bereits eingepreist wird: Die Aktie schloss gestern bei 136,87 US-Dollar auf einem neuen 52-Wochen-Hoch und liegt rund 140 % über ihrem 200-Tage-Durchschnitt, der Relative-Stärke-Index (RSI) von 92 signalisiert allerdings einen weit überkauftem Zustand.

Fazit: Deal als Wegweiser für das Geschäftsmodell

Der AEP-Auftrag markiert einen Wendepunkt für Bloom Energy: Statt vieler kleiner Projekte steht nun ein langfristig abgesicherter Großvertrag im Zentrum, der die Rolle des Unternehmens in der AI-Strominfrastruktur klar aufwertet. Entscheidend wird nun, ob Bloom die technische Umsetzung und den Hochlauf dieses Projekts wie geplant liefert – gelingt das, untermauert der Deal nicht nur die aktuelle Bewertung, sondern definiert auch die Blaupause für weitere Versorger- und Datenzentrumsprojekte im gleichen Format.

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