Blackstone hat das vierte Quartal 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus abgeschlossen und die Erwartungen der Wall Street klar übertroffen. Trotz dieser operativen Stärke haben mehrere Großbanken über das Wochenende ihre Kursziele nach unten korrigiert. Die Anleger stehen nun vor der Herausforderung, die glänzenden Bilanzzahlen mit der wachsenden Vorsicht der Experten in Einklang zu bringen.

Starke Bilanz trifft auf skeptische Analysten

Die operativen Kennzahlen für das abgelaufene Quartal fielen beeindruckend aus. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 1,75 US-Dollar deutlich über der Konsensschätzung von 1,54 US-Dollar. Auch der Umsatz überzeugte: Mit 4,36 Milliarden US-Dollar verzeichnete der alternative Asset-Manager ein Wachstum von 41,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch reagierten namhafte Investmentbanken wie JPMorgan und Goldman Sachs unmittelbar mit Kurszielsenkungen auf jeweils 158 US-Dollar.

Warum hält sich die Begeisterung der Analysten trotz des Gewinn-Sprints in Grenzen? Ein Grund könnte die technische Verfassung und die Bewertung sein. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 75 gilt die Aktie kurzfristig als überkauft. Zudem notiert der Titel mit 120,12 Euro derzeit rund 10 % unter seinem 200-Tage-Durchschnitt, was auf einen anhaltenden Abwärtstrend im langfristigen Bild hindeutet.

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Strategischer Fokus auf KI und Kredite

Blackstone nutzt seine starke Kapitalbasis, um sich in wachstumsstarken Nischen zu positionieren. Im vierten Quartal konnte das Unternehmen 71,5 Milliarden US-Dollar an neuem Kapital einsammeln. Diese Mittel sollen vor allem in zwei Bereiche fließen:

  • Private Credit: Ausbau der Kreditvergabe über Plattformen wie Blackstone Secured Lending.
  • Infrastruktur: Massive Investitionen in KI-gestützte Rechenzentren, deren Asset-Werte zuletzt um über 8 % zulegten.

Gleichzeitig treibt das Management den Umbau des Portfolios voran. Berichten zufolge prüft das Unternehmen den Verkauf von Energie-Assets im Milliardenwert, darunter Beteiligungen an Interplex Holdings und Beacon Offshore Energy. Parallel dazu werden neue Geschäftsfelder wie der Profisport sondiert, unter anderem durch ein mögliches Gebot für ein Team der Indian Premier League.

Auftritt des CFO im Fokus

Für Investoren rückt nun der 10. Februar 2026 in den Kalender. An diesem Dienstag wird CFO Michael Chae auf der Financial Services Conference von Bank of America Securities präsentieren. Es wird erwartet, dass er detailliert zur Diskrepanz zwischen der hohen Kapitalnachfrage und der vorsichtigen Einschätzung der Aktienanalysten Stellung bezieht.

Die jüngsten Anpassungen der Kursziele durch Evercore ISI auf 170 US-Dollar und Barclays auf 164 US-Dollar zeigen zwar, dass Experten langfristig noch Potenzial sehen, die kurzfristige Skepsis bzgl. der Kursentwicklung jedoch dominiert. Die hohe Volatilität von über 37 % unterstreicht zudem, dass die Aktie vorerst anfällig für weitere Schwankungen bleibt.

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