Bitfarms vollzieht derzeit eine tiefgreifende Transformation vom reinen Bitcoin-Miner zum Infrastruktur-Anbieter für Künstliche Intelligenz. Um diesen strategischen Wandel zu beschleunigen, hat das Unternehmen nun einen entscheidenden Führungswechsel an der Spitze des Verwaltungsrats vollzogen. Das Ziel ist klar definiert: Der offizielle Umzug in die USA soll den Zugang zu frischem Kapital für die ambitionierten Ausbaupläne sichern.

Fokus auf US-Expansion

Die Ernennung von Edie Hofmeister zur neuen Vorsitzenden des Board of Directors ist mehr als eine reine Personalie. Mit ihrer Expertise im US-Aktienrecht soll sie die geplante Sitzverlegung (Redomiciliation) des Unternehmens in die Vereinigten Staaten steuern. Dieser Schritt ist notwendig, um Bitfarms für die Aufnahme in US-Indizes zu qualifizieren und die Corporate Governance an amerikanische Standards anzupassen.

Hintergrund dieser Maßnahmen ist der hohe Kapitalbedarf für die neue Ausrichtung. Das Management will weg von der reinen Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs und hin zu stabilen Einnahmen durch High-Performance-Computing (HPC).

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Die operative Neuausrichtung

Parallel zur Neuordnung der Führungsebene konkretisiert Bitfarms seine Pläne für den Bau von KI-Rechenzentren. Um Ressourcen für den nordamerikanischen Markt freizusetzen, zieht sich das Unternehmen aus Lateinamerika zurück. Der Verkauf der Anlage in Paraguay soll bis zu 30 Millionen US-Dollar einbringen, die direkt in US-Projekte fließen.

Die wichtigsten Eckpunkte der aktuellen Strategie:

  • Panther Creek (Pennsylvania): Als Flaggschiff-Projekt verfügt dieser Standort über 350 MW gesicherte Stromleistung. Die ersten 50 MW sollen Ende 2026 bereitstehen, der Großteil folgt 2027.
  • Sharon (Pennsylvania): Hier wird eine Kapazität von bis zu 110 MW entwickelt. Der Standort ist speziell auf die Unterstützung von Nvidias kommender GPU-Generation ausgelegt.
  • Standortvorteil: Die Nähe zu großen Datenknotenpunkten soll hyperskalierbaren Kunden die nötige niedrige Latenz bieten.

Marktstimmung hellt sich auf

Der Markt reagiert positiv auf die erhöhte Transparenz. Die Aktie konnte sich zuletzt deutlich von ihren Tiefstständen lösen und verzeichnete auf Monatsbasis ein Plus von über 44 Prozent. Investoren beginnen offenbar, die Transformation zu honorieren und bewerten Bitfarms zunehmend nicht mehr nur als Miner, sondern gestehen dem Titel eine Bewertungspämie für die wertvolle Energie-Infrastruktur zu.

Der Abschluss des Sitzwechsels in die USA dürfte die Aktionärsstruktur weiter zugunsten institutioneller Anleger verschieben. Operativ wird es im Jahr 2026 entscheidend sein, ob die Stromversorgung am Standort Sharon pünktlich realisiert wird und die kommerziellen Verträge für die Kapazitäten in Panther Creek finalisiert werden können.

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