Bitcoin: Zwischen Bremse und Potenzial
Bitcoin kommt kurz vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank nicht richtig vom Fleck. Während US-Aktienindizes Rekordstände markieren und Gold neue Höchstkurse erreicht, bleibt die größte Kryptowährung unter einer wichtigen psychologischen Marke stecken. Im Hintergrund bremsen Gewinnmitnahmen langjähriger Investoren, ETF-Abflüsse und die Unsicherheit vor dem Fed-Beschluss.
Technische Lage: Widerstand bleibt hartnäckig
Bitcoin handelt aktuell knapp unter 90.000 US‑Dollar und liegt damit nur leicht im Plus seit Jahresbeginn. Gleichzeitig bleibt der Abstand zum Rekordhoch aus Oktober 2025 mit gut 28 % deutlich – von einer echten Trend-Euphorie ist also keine Rede.
Mehrfachversuche, die Zone um 90.000 US‑Dollar nachhaltig zu überwinden, sind zuletzt gescheitert. Kurzzeitige Ausbrüche nach oben entpuppten sich als „Fakeouts“, bei denen es rasch zu Gegenbewegungen kam. Marktbeobachter sehen darin ein klares Zeichen dafür, dass auf diesem Niveau weiter verkauft wird und kurzfristige Trader in Stärke hinein Kasse machen.
Auf der Unterseite gilt ein Unterstützungsbereich um 87.500 US‑Dollar als wichtige Marke. Fällt diese Zone überzeugend, rücken laut den im Originaltext genannten Szenarien Bereiche um 84.000 US‑Dollar wieder in den Fokus. Erst ein klarer Schlusskurs über rund 90.500 US‑Dollar würde das aktuelle Konsolidationsmuster nach oben auflösen.
Langfristige Halter und ETFs drehen auf die Verkäuferseite
Ein zentraler Belastungsfaktor ist derzeit das Verhalten der Langfristinvestoren. On‑Chain‑Daten zeigen, dass diese Gruppe in den vergangenen 30 Tagen rund 143.000 BTC abgegeben hat – der schnellste Verteilungszyklus seit August 2025. Zwar halten diese Anleger mit etwa 14,5 Millionen BTC weiterhin den Großteil des zirkulierenden Angebots, doch der verstärkte Verkauf erzeugt einen Angebotsüberhang, der frische Nachfrage im Markt auffängt.
Parallel dazu hat sich auch auf institutioneller Seite der Ton eingetrübt. Die US‑Spot‑Bitcoin‑ETFs verzeichneten am Vortag der Fed-Sitzung Nettoabflüsse von 147 Millionen US‑Dollar. Besonders in großen Produkten wie BlackRocks IBIT kam es zu Rückgaben. Die Botschaft: Vor wichtigen makroökonomischen Terminen reduzieren viele professionelle Investoren ihr Risiko, statt die Bestände weiter aufzustocken.
Makrorisiken: Fed und Haushaltsdeadline im Blick
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?
Kurzfristig richtet sich der Blick der Krypto-Anleger klar auf die US-Notenbank. Der Markt rechnet mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit damit, dass die Federal Reserve die Leitzinsen heute unverändert im Korridor von 3,50 % bis 3,75 % belässt. Ein unveränderter Zins ist damit weitgehend eingepreist.
Trotzdem ist die Nervosität erhöht. In der jüngeren Vergangenheit hat Bitcoin nach sieben der letzten acht Fed-Entscheidungen mit Kursrückgängen reagiert. Optionsmärkte spiegeln diese Unsicherheit wider: Die Nachfrage nach Absicherungen gegen fallende Kurse ist gestiegen, die erwartete Volatilität bleibt über dem Durchschnitt. Zusätzlich sorgt eine anstehende US‑Haushaltsfrist Ende Januar für ein weiteres Fragezeichen im makroökonomischen Umfeld.
Ausbau der Infrastruktur, stockende Regulierung
Abseits der kurzfristigen Kursentwicklung schreitet der institutionelle Aufbau rund um Bitcoin weiter voran.
- Institutioneller Zugang: Laser Digital, die Krypto-Tochter der japanischen Nomura, hat in den USA einen Antrag auf eine nationale Trust-Banklizenz gestellt. Bei Genehmigung könnte das Haus regulierte Verwahrung und Spot-Handel anbieten – und würde sich in eine Reihe mit etablierten Anbietern wie Fidelity und Anchorage Digital einreihen. Schon jetzt bieten rund 60 % der 25 größten US‑Banken irgendeine Form von Bitcoin-Dienstleistung an.
- Stablecoins: Tether hat mit „USA₮“ einen neuen, US‑Dollar‑gedeckten Stablecoin speziell für den amerikanischen Markt gestartet. Emittent ist Anchorage Digital Bank, was den Anspruch unterstreicht, sich eng an regulatorische Vorgaben zu halten.
- Gesetzgebung: Auf politischer Ebene treten Fortschritte hingegen auf der Stelle. Die Verzögerung beim sogenannten CLARITY Act im US‑Senat dämpft die Stimmung. Analysten von Bitwise warnen, dass ein Scheitern die Branche länger in einer Art „Pilotphase“ halten und kurzfristig das Aufwärtspotenzial begrenzen könnte.
Gemischte Stimmung, klar definierte Marken
Die Marktstimmung rund um Bitcoin ist derzeit uneinheitlich. Seit Jahresbeginn steht nur ein moderater Zugewinn zu Buche, während Tech-Aktien und Gold deutlich stärker gelaufen sind. Klassische FOMO-Tendenzen bei Privatanlegern sind nach den vorliegenden Informationen kaum zu erkennen, und auch institutionelle Zuflüsse legen gerade eine Pause ein.
Für die nächsten Tage liefern die im Text genannten Kurszonen einen klaren Rahmen: Hält die Unterstützung um 87.500 US‑Dollar, bleibt die aktuelle Seitwärtskonsolidierung intakt, ein Ausbruch über etwa 90.500 US‑Dollar könnte das Bild spürbar aufhellen. Bricht der Kurs dagegen nach unten weg, wäre ein Test tieferer Bereiche um 84.000 US‑Dollar im Einklang mit der bisherigen Argumentation des Artikels die konsequente Folge.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 28. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








