Ein perfekter Sturm aus makroökonomischen Belastungsfaktoren hat den Bitcoin am Dienstag unter die psychologisch wichtige Marke von 90.000 Dollar gedrückt. Auslöser waren Turbulenzen am japanischen Anleihemarkt und neue Zoll-Drohungen aus den USA, die eine weltweite Flucht aus Risikoanlagen auslösten. Trotz neuer Milliarden-Investitionen seitens institutioneller Anleger stellt sich die Frage: Bietet der Rücksetzer eine Kaufchance oder droht der Test tieferer Unterstützungszonen?

Japan-Anleihen und Zollstreit als Auslöser

Der Hauptgrund für den Verkaufsdruck liegt im traditionellen Finanzsystem. Ein massiver Anstieg der Renditen japanischer Staatsanleihen löste am Dienstagmorgen Schockwellen aus, die globale Investoren dazu brachten, Risiko-Positionen abzustoßen. Diese Risikoaversion traf auch den Technologiesektor und riss den Bitcoin mit nach unten, der aktuell bei rund 89.411 Dollar notiert.

Zusätzlich belastete die Handelspolitik die Stimmung: Die erneuten Drohungen von US-Präsident Trump bezüglich Zöllen gegen die Europäische Union sorgten für Verunsicherung. Während Anleger Zuflucht in Gold und Silber suchten, die beide neue Rekordhochs markierten, litt Bitcoin unter seiner anhaltenden Korrelation zum Nasdaq, der ebenfalls deutliche Verluste verzeichnete. Marktbeobachter sehen hierin einen Beleg dafür, dass Bitcoin in Phasen akuter Marktanspannung weiterhin eher als Risiko-Asset denn als sicherer Hafen gehandelt wird.

Strategy kauft weiter massiv zu

Unbeeindruckt von der kurzfristigen Volatilität bauen institutionelle Investoren ihre Bestände weiter aus. Das Unternehmen Strategy (ehemals MicroStrategy) gab am 20. Januar bekannt, zwischen dem 12. und 19. Januar weitere 22.305 Bitcoin für rund 2,13 Milliarden Dollar erworben zu haben.

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Mit nun insgesamt 709.715 Bitcoin festigt das Unternehmen seine Position als größter korporativer Halter der Kryptowährung. Dass die Aktie von Strategy am Dienstag dennoch rund 6,6 Prozent verlor, verdeutlicht jedoch die Sensibilität der Investoren gegenüber den aktuellen Preisschwankungen am Kryptomarkt.

On-Chain-Daten und technische Marken

Ein Blick auf die Netzwerkdaten liefert gemischte Signale. Positiv zu werten ist, dass der Verkaufsdruck durch sogenannte "Whales" (Großinvestoren) laut Daten von CryptoQuant spürbar nachgelassen hat. Auch die Gewinnmitnahmen, die im vierten Quartal 2025 noch stark ausgeprägt waren, haben sich deutlich reduziert, was auf eine Erschöpfung der Verkäuferseite hindeutet.

Technisch bleibt die Lage jedoch angespannt. Der Kurs ist unter den 50-Tage-Durchschnitt von gut 90.200 Dollar gefallen. Als entscheidende Unterstützung gilt nun der Bereich um 86.000 Dollar, wo der 720-Tage-Durchschnitt verläuft. Analysten von Alphractal sehen in diesen Zonen historisch betrachtet gute Gelegenheiten für langfristig orientierte Käufe, warnen jedoch vor kurzfristiger Unsicherheit. Die kommenden Wochen dürften entscheiden, ob die Unterstützung hält oder eine Konsolidierung in Richtung 80.000 Dollar folgt.

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