Bitcoin zeigt sich zum Wochenstart von seiner schwächsten Seite. Hinter dem Abverkauf steckt nicht nur Nervosität an den Märkten, sondern auch ein Mix aus politischer Unsicherheit in den USA und nachlassender Nachfrage über ETFs. Gleichzeitig laufen im Hintergrund Prozesse weiter, die für die Branche langfristig wichtig sein könnten.

Liquidationen beschleunigen den Rutsch

Der Kursrückgang löste eine Kettenreaktion im Derivatemarkt aus. Innerhalb von 24 Stunden wurden laut Quelltext Futures-Positionen im Wert von über 1,6 Milliarden US-Dollar liquidiert – überwiegend Long-Positionen. Solche Zwangsliquidationen wirken wie ein Brandbeschleuniger: Wenn gehebelte Wetten geschlossen werden müssen, kommt zusätzlicher Verkaufsdruck in den Markt.

Die Bewegung blieb nicht auf Bitcoin begrenzt. Auch große Altcoins gerieten deutlich unter die Räder, und in wenigen Stunden wurden über 100 Milliarden US-Dollar an Krypto-Marktkapitalisierung ausgelöscht.

Makro-Gegenwind und ETF-Abflüsse

Als zentraler Auslöser gilt ein „Risk-off“-Umfeld – Anleger meiden also riskantere Anlagen. Zwei Faktoren stachen dabei heraus:

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?

  • Teilweiser US-Government-Shutdown: Seit Mitternacht zum 31. Januar läuft ein teilweiser Shutdown der US-Regierung. Solche politischen Blockaden sorgen an den Finanzmärkten oft für Unsicherheit – und das trifft spekulativere Segmente wie Kryptowährungen meist zuerst.
  • Abflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs: In den letzten Wochen und Monaten schwächte sich die institutionelle Nachfrage spürbar ab. US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten laut Bericht deutliche Nettoabflüsse, an einem Tag allein rund 818 Millionen US-Dollar. Das sendet ein klares Signal: Ein Teil der großen Käufer war zuletzt eher Verkäufer.

Passend dazu notiert Bitcoin aktuell bei 84.570,41 US-Dollar und markierte damit am Freitag ein neues 52‑Wochentief.

Regulierung und Firmenkäufe: Gegenbewegung im Hintergrund?

Trotz des negativen Sentiments gibt es Entwicklungen, die nicht ins Bild eines reinen „Abschwungs“ passen – und die erklären, warum der Markt so widersprüchlich wirkt. Ein Beispiel ist die Regulierung: Am 29. Januar brachte der US-Senatsausschuss für Landwirtschaft den „Digital Commodity Intermediaries Act“ (DCIA) mit 12:11 Stimmen voran. Entscheidend daran ist weniger die knappe Abstimmung, sondern der Meilenstein: Erstmals passierte ein größeres Krypto-Marktstrukturgesetz überhaupt einen Senatsausschuss. Das könnte der CFTC künftig klarere Zuständigkeiten für digitale Rohstoffe wie Bitcoin geben.

Parallel kaufen einzelne Unternehmen weiter zu. MicroStrategy meldete den Erwerb von zusätzlichen 2.932 BTC und bezifferte den Gesamtbestand per 26. Januar auf 712.647 BTC. In Japan kündigte Metaplanet zudem eine Kapitalaufnahme von bis zu 137 Millionen US-Dollar an – ein wesentlicher Teil davon soll ausdrücklich für weitere Bitcoin-Käufe reserviert sein. Was bedeutet das konkret? Es zeigt, dass zumindest einige Corporate-Treasuries den aktuellen Rücksetzer nicht als KO-Kriterium sehen, sondern als Teil einer langfristigen Strategie.

Zum Wochenstart richtet sich der Blick damit vor allem auf die Stabilisierung nach dem Bruch wichtiger Unterstützungen: Gelingt keine Beruhigung auf dem aktuellen Niveau, bleibt das Umfeld anfällig für weiteren Abgabedruck – eine spürbare Erholung wäre dagegen nötig, um die Stimmung kurzfristig wieder zu drehen.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 01. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...