Silber: Zins schlägt Kriegsangst
Der Silberpreis zeigt dieser Tage ein bemerkenswertes Muster: Selbst massive geopolitische Eskalationen im Nahen Osten können den Rückgang nicht stoppen. Das Edelmetall hat seit Ende Februar mehr als zehn Prozent an Wert verloren — und die Ursachen liegen weniger in der Geopolitik als in Washington.
PPI-Daten setzen die Agenda
Auslöser der jüngsten Abwärtsbewegung war der US-Erzeugerpreisindex für Februar. Der überraschend starke Anstieg von 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat trieb die Jahresrate auf 3,4 Prozent — ein klares Signal für anhaltenden Preisdruck in der US-Wirtschaft.
Die Fed reagierte am Mittwochabend erwartungsgemäß: Der Leitzins bleibt in der Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent. Fed-Chef Powell bezeichnete die Geldpolitik als „leicht restriktiv" und hob die Inflationsprognose für 2026 auf 2,7 Prozent an. Für Silber bedeutet das: Die Hoffnung auf baldige Zinssenkungen schwindet. Da das Edelmetall keine laufenden Erträge abwirft, steigen die Opportunitätskosten — besonders, wenn 10-jährige US-Staatsanleihen mit rund 4,28 Prozent rentieren und 2-jährige ein Sieben-Monatshoch bei 3,80 Prozent markieren.
Geopolitik ohne Schutzwirkung
Bemerkenswert ist, wie wenig die Lage im Nahen Osten dem Silberpreis hilft. Israelische Streitkräfte griffen gestern das iranische Gasfeld South Pars an, das rund 70 Prozent der iranischen Gasversorgung abdeckt. Der Iran antwortete heute mit Raketenangriffen auf die katarische LNG-Anlage Ras Laffan. Der Ölpreis der Sorte Brent sprang um mehr als fünf Prozent auf 115,60 USD — Silber blieb kalt.
Statt in Edelmetalle flüchteten Marktteilnehmer in den US-Dollar, der von der restriktiven Geldpolitik profitiert. Die klassische Funktion von Silber als sicherer Hafen versagt derzeit vollständig.
Technische Lage trübt sich ein
Charttechnisch hat der Bruch unter die Marke von 75,50 USD eine bärische Dreiecksformation nach unten aufgelöst. Als nächste Unterstützungsniveaus gelten 72,00 USD sowie ein tieferes Niveau bei rund 64,17 USD. Auf der Oberseite wirken die Bereiche um 78,00 und 80,00 USD nun als Widerstände.
Laut CME FedWatch Tool liegt die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Zinsen bei der nächsten Fed-Sitzung bei über 57 Prozent. Solange die Inflation nicht spürbar nachlässt, bleibt der strukturelle Gegenwind für Silber bestehen — unabhängig davon, wie sich die geopolitische Lage weiterentwickelt.
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