Bitcoin startet mit Rückenwind ins neue Jahr. Nach einem holprigen Ende von 2025 kehrt die größte Kryptowährung in den Erholungsmodus zurück, getrieben von frischem Kapital aus ETF-Zuflüssen und einem günstigeren Liquiditätsumfeld. Entscheidend ist nun, ob aus dem soliden Jahresauftakt ein nachhaltiger Aufwärtstrend wird.

Technische Lage: Erholung mit Rückenwind

Bitcoin notiert heute bei rund 92.600 US‑Dollar und liegt damit leicht unter dem Niveau vom Wochenbeginn, aber klar über den Tiefs vom Jahresende. Auf Sicht von sieben Tagen steht dennoch ein Plus von gut 6 % zu Buche, im bisherigen Jahresverlauf rund 4 %.

Charttechnisch wirkt die Lage konstruktiv: Der Kurs verläuft knapp über dem 50‑Tage-Durchschnitt, was auf eine allmähliche Stabilisierung nach der Konsolidation im Dezember hindeutet. Gleichzeitig notiert Bitcoin noch etwa 26 % unter dem 52‑Wochen-Hoch, bleibt also deutlich von den Rekordständen entfernt. Der RSI um 38 signalisiert eher eine abgekühlte als eine überhitzte Marktsituation.

ETF-Zuflüsse und Institutionen im Fokus

Der wichtigste Treiber der jüngsten Stärke kommt klar von institutioneller Seite. US‑Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am 5. Januar Nettozuflüsse von 697 Millionen US‑Dollar – der höchste Tageswert seit Oktober 2025.

Besonders ins Auge fallen dabei zwei Produkte:

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  • BlackRocks IBIT steuerte über 372 Millionen US‑Dollar zu den Zuflüssen bei.
  • Fidelitys FBTC brachte weitere 191 Millionen US‑Dollar.

Damit summieren sich die Nettozuflüsse allein in den ersten beiden Handelstagen 2026 bereits auf mehr als 1,16 Milliarden US‑Dollar. Das signalisiert, dass klassische Finanzinvestoren nach der Schwächephase zum Jahresende wieder verstärkt in Bitcoin engagiert sind.

Zusätzlich unterstreicht ein Schritt von Morgan Stanley den Trend: Die Bank hat bei der US‑Börsenaufsicht SEC neue Spot-ETF-Produkte für Bitcoin und Solana angemeldet. Das zeigt, dass große Wall-Street-Häuser ihre Präsenz im Krypto-Segment weiter ausbauen wollen – trotz anhaltender regulatorischer Unsicherheiten.

Netzwerkdaten: Solide Basis, gemischte Signale

Auf der Blockchain-Ebene ergibt sich ein differenziertes, insgesamt aber reiferes Bild.

  • Mining-Sektor: Die gesamte Netzwerk-Hashrate ist den zweiten Monat in Folge rückläufig. Dennoch entwickeln sich Mining-Aktien auffallend stark. Hut 8 (HUT) etwa ist auf ein Vierjahreshoch gestiegen, getragen von zwei Storys gleichzeitig: dem gestiegenen Wert der gehaltenen Bitcoin-Bestände und dem Ausbau von Kapazitäten für KI‑Rechenzentren.
  • Transaktionsvolumen: Die aktivität im Netzwerk liegt nahe dem Hoch der vergangenen drei Monate. Das spricht dafür, dass der aktuelle Kursanstieg von tatsächlicher Nutzung und Werttransfers begleitet wird, nicht nur von spekulativen Derivatetrades.
  • Liquidität aus dem Makroumfeld: Die US‑Notenbank hat jüngst über Repo-Geschäfte 74,6 Milliarden US‑Dollar in den Markt gepumpt. Diese zusätzliche Liquidität hat die Finanzierungsbedingungen entspannt und auch risikoreichere Anlagen wie Kryptowährungen begünstigt.

In Summe deuten diese Faktoren auf einen Markt hin, der nicht nur von kurzfristiger Spekulation lebt, sondern zunehmend durch strukturelle Nachfrage und Netzwerkaktivität getragen wird.

Sentiment und nächste Hürden

Die Stimmung hat sich spürbar aufgehellt: Aus der „extremen Angst“ zum Jahresende 2025 ist „vorsichtiger Optimismus“ geworden. Dass es den Bären zum Jahresauftakt nicht gelungen ist, Bitcoin unter die Unterstützungszone um 87.000 US‑Dollar zu drücken, hat die Käuferseite gestärkt.

Auf der Oberseite rückt nun die Zone um 98.000 US‑Dollar in den Fokus vieler Marktbeobachter. Ein überzeugender Ausbruch darüber gilt als Voraussetzung für einen ernsthaften Anlauf auf die psychologisch wichtige Marke von 100.000 US‑Dollar. Solange die ETF-Zuflüsse hoch bleiben und die Liquiditätssituation freundlich ist, sprechen die Rahmenbedingungen im ersten Quartal 2026 eher für eine Fortsetzung der Erholungsbewegung als für einen abrupten Richtungswechsel.

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