Der jüngste Ausverkauf im Februar hat bei Bitcoin Spuren hinterlassen – und zwar ausgerechnet bei den Anlegern, die sonst als besonders standhaft gelten. On-Chain-Daten deuten darauf hin, dass Langzeitinvestoren zunehmend unter Druck geraten und teils mit Verlust verkaufen. Genau solche Verhaltenswechsel gelten als heikler Wendepunkt im Markt.

On-Chain-Signal kippt ins Negative

Laut der Analysefirma Glassnode hat ein zentraler Indikator erstmals seit Mai 2022 wieder auf „bärisch“ gedreht: Der 7-Tage-EMA des Long-Term Holder SOPR ist unter 1 gefallen. Übersetzt heißt das: Langzeitinvestoren realisieren im Schnitt wieder Verluste, statt Gewinne mitzunehmen.

Auslöser war der Rücksetzer Anfang des Monats, als Bitcoin am 6. Februar bis in den Bereich des jüngsten Tiefs abrutschte. Glassnode spricht von einem seltenen Bruch in der Überzeugung der „alten Hände“, wie er typischerweise eher in fortgeschrittenen Phasen eines Bärenmarkts auftaucht.

Wo könnte der nächste Boden liegen?

Weil damit ein stabilisierender Faktor wackelt, richtet sich der Blick auf mögliche Unterstützungen. Glassnode nennt 65.000 US-Dollar als unmittelbare Support-Zone. Sollte dieser Bereich nicht halten, rückt aus Sicht der Analysten 54.000 US-Dollar als nächste wichtige Marke in den Fokus.

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Nicht alle Marktbeobachter teilen den pessimistischeren Blick. Sean McNulty von FalconX verweist auf „gesunde Kaufströme“ und hält 60.000 US-Dollar kurzfristig für den wahrscheinlichen Zyklusboden. Seine Lesart: Der Ausverkauf sei eher ein geordnetes Abbauen von Hebelpositionen gewesen – ohne strukturellen Bruch im System.

Makro-Druck und „Kapitulation“ im Februar

Von der Makroseite kam zuletzt wenig Rückenwind. US-Arbeitsmarktdaten mit 130.000 neuen Jobs im Januar dämpften Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen – und damit auf Unterstützung für Risikoanlagen wie Kryptowährungen. Zwar verlangsamte sich die Inflation auf 2,4%, doch eine spürbare Erholungsrally blieb aus. Für die Fed-Sitzung im März preisen die Märkte laut FedWatch derzeit überwiegend eine unveränderte Zinspolitik ein.

Parallel dazu zeigte sich der Stress bei kurzfristigen Haltern besonders deutlich: CryptoQuant-Daten zufolge summierten sich deren realisierte Verluste über sieben Tage bis zum 13. Februar auf rund 2,3 Mrd. US-Dollar – laut Einordnung einer der größten Kapitulationsmomente der Bitcoin-Geschichte. Vor diesem Hintergrund wirkt der aktuelle Kursstand von 68.418 US-Dollar vor allem wie ein Markt, der noch nach Stabilität sucht.

Was spricht trotz allem für eine Beruhigung? Beobachter nennen als mögliche Stimmungsdreher Fortschritte bei der US-Krypto-Gesetzgebung (CLARITY Act), spätere Zinssenkungen im Jahresverlauf sowie anhaltende Zuflüsse in Spot-Bitcoin-ETFs. Entscheidend dürfte kurzfristig sein, ob sich die Langzeitinvestoren nach dem Bruch des SOPR-Signals wieder stabilisieren – oder ob weiterer Verkaufsdruck die nächste Unterstützungszone erzwingt.

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