Bitcoin: Institutionen ziehen Geld ab
Bitcoin muss sich gerade gleich gegen mehrere Gegenwinde stemmen. Besonders auffällig: Aus Krypto-Anlageprodukten fließt seit Wochen Kapital ab – und das drückt auf Stimmung und Risikobereitschaft. Doch was steckt hinter dem anhaltenden Rückzug, und warum kommt das Geld ausgerechnet in einigen Ländern trotzdem zurück?
Abflüsse drücken auf den Markt
Laut den am heutigen Dienstag (17. Februar 2026) berichteten Daten verzeichneten Krypto-Investmentprodukte vier Wochen in Folge Nettoabflüsse von insgesamt rund 3,8 Mrd. US-Dollar. Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) sank dadurch auf 133 Mrd. US-Dollar – den niedrigsten Stand seit April 2025.
Die Details der letzten Woche zeigen, wo der Druck herkommt:
- Bitcoin-ETPs verloren 133 Mio. US-Dollar.
- US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten 360 Mio. US-Dollar an Abflüssen.
- Ethereum-Fonds meldeten 85 Mio. US-Dollar an Abflüssen.
CoinShares-Research-Chef James Butterfill führt die Abflüsse vor allem auf die anhaltende Kurs-Schwäche und das insgesamt negative Marktgefühl zurück. Spannend ist dabei die regionale Spreizung: Während US-Produkte laut Daten 403 Mio. US-Dollar Abflüsse sahen, kamen aus Deutschland, Kanada und der Schweiz zusammen 230 Mio. US-Dollar an Zuflüssen.
Korrektur nach dem Hoch – aber ohne Panik?
Im größeren Bild steckt Bitcoin weiterhin in der Korrektur nach dem Rekordhoch vom Oktober 2025. Das passt laut Analyse auch zu Mustern, die in früheren Post-Halving-Phasen beobachtet wurden.
VanEck ordnet den Rückgang im Februar als „geordnetes Deleveraging“ ein – also als Abbau von Hebelpositionen, nicht als panikartiges Verkaufen. Dazu passt: Das Open Interest bei Futures fiel zuletzt um mehr als 20% und nahm damit spekulative Überhitzung aus dem Markt, ohne dass es laut Einschätzung zu strukturellen Marktverwerfungen kam.
Ein wichtiger Punkt für die Einordnung: Der Kurs liegt aktuell bei 67.520 US-Dollar und damit klar unter den mittleren Durchschnittsniveaus der vergangenen Monate (z. B. unter dem 200-Tage-Durchschnitt).
Quantum-Sorgen, Gold-Vergleich und Regulierung
Zusätzlich zur schwachen Preis- und Flow-Dynamik belastet ein längerfristiges Thema die Debatte: Der On-Chain-Analyst Willy Woo verweist auf Quantencomputing als potenziellen Risikofaktor für Bitcoins Bewertung – insbesondere im Vergleich zu Gold. Seine These: Rund 4 Mio. BTC könnten theoretisch wieder beweglich werden, falls Quantencomputer eines Tages heutige Kryptografie knacken. Woo beziffert die Chance auf 25%, dass das Netzwerk in so einem Szenario per Hard Fork eine Sperrung dieser Coins beschließen könnte – diese Unsicherheit könne bereits als „struktureller Abschlag“ mit eingepreist werden.
Die Erzählung scheint auch Portfolios zu beeinflussen: Jefferies-Stratege Christopher Wood soll Bitcoin im vergangenen Monat aus seinem Modellportfolio gestrichen und stattdessen Gold höher gewichtet haben.
Parallel bleibt die Regulierung ein zweiter Stimmungstreiber. In Hongkong erwartet die Aufsicht die erste Welle von Stablecoin-Lizenzen im März 2026. In Europa laufen Diskussionen über strengere Sanktionsrahmen, die auch Krypto-Transaktionen betreffen. Und in den USA sorgt neben der weiter offenen Zuständigkeitsfrage der Behörden auch das neue IRS-Formular 1099-DA für die Steuersaison 2026 für zusätzliche Komplexität – laut Bericht ein möglicher Grund, warum einige Investoren Positionen reduziert haben.
Ausblick: Diese Marken sind entscheidend
Für eine spürbar freundlichere Marktphase sehen Beobachter vor allem Stabilität als Voraussetzung: Bitcoin müsse sich über 68.000 US-Dollar festsetzen und anschließend den gleitenden Langfristtrend (200-Tage-EMA) zurückerobern. Bis dahin bleibt der Markt defensiv – mit der Erwartung, dass eine nachhaltige Erholung erst dann glaubwürdig wird, wenn auch die Zuflüsse in regulierte Produkte wieder anziehen.
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