Bitcoin startet ins Jahr 2026 mit einem gespaltenen Bild: Während sich der Kurs bei rund 89.000 US-Dollar stabilisiert hat, fließen Milliarden aus den großen ETFs ab. Gleichzeitig kündigen sich regulatorische Umbrüche in drei Kontinenten an – mit völlig gegensätzlichen Vorzeichen.

Rekord-Abflüsse trotz Kurserholung

Die US-amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten im November und Dezember 2025 Netto-Abflüsse von 4,57 Milliarden US-Dollar. Das ist die höchste Kapitalflucht seit Bestehen dieser Produkte. Selbst BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT), mit über 770.000 BTC einer der größten Halter weltweit, musste allein am 31. Dezember Abflüsse von 99 Millionen US-Dollar hinnehmen.

Währenddessen zeigen On-Chain-Daten: BlackRock transferierte am 2. Januar 1.134 BTC im Wert von etwa 101 Millionen Dollar zu Coinbase Prime – mutmaßlich für Liquiditätsmanagement oder Rücknahmen.

Dem gegenüber steht eine Gegenbewegung: Krypto-native Unternehmen nutzen die Schwäche zum Aufbau ihrer Bestände. Das japanische Unternehmen Metaplanet hält mittlerweile 35.102 BTC (rund 3,1 Milliarden Dollar), Stablecoin-Emittent Tether kaufte zuletzt 8.889 BTC nach.

Drei Länder, drei Richtungen

Ab Januar 2026 treten weltweit neue Krypto-Regulierungen in Kraft – mit radikal unterschiedlichen Ansätzen:

Großbritannien verschärft die Kontrolle massiv. Das neue Cryptoasset Reporting Framework (CARF) verpflichtet Börsen zur direkten Meldung aller Nutzerdaten und Transaktionen an die Steuerbehörde HMRC. Die Regierung rechnet mit 300 Millionen Pfund Mehreinnahmen in den kommenden fünf Jahren.

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Japan geht den entgegengesetzten Weg. Der bisherige Spitzensteuersatz von bis zu 55 Prozent auf Krypto-Gewinne wird durch eine pauschale 20-Prozent-Abgabe ersetzt. Damit werden digitale Assets steuerlich mit Aktien gleichgestellt – und der Weg für Krypto-ETFs geebnet.

Turkmenistan legalisiert erstmals den Sektor vollständig. Das neue "Gesetz über virtuelle Vermögenswerte" erlaubt Mining und Börsenbetrieb unter Aufsicht der Zentralbank.

Technische Lage angespannt

Bitcoin konnte zuletzt auf 89.700 Dollar steigen und dabei rund 170 Millionen Dollar an Short-Positionen liquidieren. Der Crypto Fear & Greed Index kletterte von "Extreme Angst" auf 29 Punkte ("Angst") – der höchste Stand seit drei Wochen.

Analysten von CoinDesk beobachten eine deutliche Einengung der Volatilitätsbänder. Solche technischen Kompressionen gehen historisch oft größeren Kursbewegungen voraus. Unterstützung liegt im mittleren 80.000er-Bereich, Widerstand bei 90.000 bis 92.000 Dollar.

Gleichzeitig pumpt die US-Notenbank Liquidität in den Markt: Mit einer 74,6-Milliarden-Dollar-Repo-Operation zum Jahreswechsel – der größten seit 2020 – reagiert die Fed auf Spannungen im Finanzierungsmarkt.

Ausblick verhalten

Während JPMorgan für den aktuellen Zyklus weiter 170.000 Dollar als Ziel ausgibt, zeigen sich Prediction Markets skeptisch. Auf Polymarket liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Bitcoin-Kurs von 150.000 Dollar vor 2027 derzeit bei lediglich 21 bis 23 Prozent.

Die kommenden Wochen dürften von der Frage geprägt sein, ob Bitcoin die psychologisch wichtige 90.000-Dollar-Marke zurückerobern kann. Ein nachhaltiger Durchbruch würde die pessimistische Stimmung des vierten Quartals 2025 neutralisieren. Ein Scheitern könnte den Weg zu den jüngsten Tiefständen erneut öffnen.

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