Bitcoin: Ausverkauf nach Fed-News
Bitcoin steht massiv unter Druck und verzeichnete am Freitag einen der schwächsten Handelstage seit Monaten. Auslöser für den jüngsten Kursrutsch ist eine Personalentscheidung von US-Präsident Trump, die an den Finanzmärkten für erhebliche Nervosität sorgt. Während Milliarden an Positionen zwangsliquidiert wurden, stellt sich die Frage: Ist das nur eine kurzfristige Panikreaktion oder der Beginn einer tieferen Korrektur?
Der "Warsh-Effekt"
Verantwortlich für die Verkaufswelle war primär die Nachricht aus Washington, dass Donald Trump den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank nominieren will. Diese Ankündigung erfolgte, nachdem Trump den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell für dessen Zinspolitik kritisiert hatte.
Marktteilnehmer reagierten verschreckt, da Warsh als geldpolitischer "Falke" gilt. Die Sorge: Unter seiner Führung könnte die Geldpolitik straffer ausfallen als erhofft. Diese Perspektive dämpfte die Risikobereitschaft weltweit. Bitcoin, das oft als "digitales Gold" bezeichnet wird, konnte seiner Rolle als sicherer Hafen nicht gerecht werden und fiel stattdessen im Gleichschritt mit den Aktienmärkten – ein Verhalten, das typisch für hochriskante Vermögenswerte (High-Beta-Assets) ist.
Milliarden in Flammen
Die plötzliche Abwärtsbewegung löste eine Kettenreaktion am Derivatemarkt aus. Binnen 24 Stunden wurden gehebelte Krypto-Positionen im Wert von über 1,75 Milliarden US-Dollar glattgestellt. In der intensivsten Phase des Abverkaufs verpufften laut Marktdaten fast 800 Millionen Dollar in nur einer Stunde. Ein solcher "Long Squeeze" beschleunigt Kursverluste oft dramatisch, da Verkaufsaufträge automatisch ausgelöst werden, um Verluste zu begrenzen.
Negativserie hält an
Der jüngste Einbruch passt in das trübe Bild der letzten Wochen. Bitcoin steuert auf den vierten Verlustmonat in Folge zu – die längste Durststrecke seit dem Jahr 2018. Auch im Vergleich zu anderen Anlageklassen zeigt sich der Krypto-Sektor schwach: Während sich Tech-Indizes wie der Nasdaq nach einem ersten Schreck schnell erholen konnten, verharrten digitale Währungen an ihren Tiefstständen.
Die aktuelle Preisschwäche spiegelt sich deutlich in den Kennzahlen wider:
* Abstand zum Hoch: Der Bitcoin notiert aktuell rund 32 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
* Jahresperformance: Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf gut 5 Prozent.
* Momentum: Der Kurs notiert inzwischen unter dem wichtigen 50-Tage-Durchschnitt.
Regulatorische Hängepartie
Zusätzlich belastet die politische Unsicherheit. Zwar passierte ein Gesetzentwurf zur Marktregulierung kürzlich den Landwirtschaftsausschuss des US-Senats, doch der Weg zur endgültigen Verabschiedung ist steinig. Demokraten fordern Nachbesserungen, und das Weiße Haus bemüht sich aktuell um eine Vermittlung zwischen Industrie und Politik. Solange hier klare Regeln fehlen, bleibt das Umfeld für institutionelle Investoren schwierig.
Aus technischer Sicht haben die Bären vorerst die Kontrolle übernommen. Mit dem Rutsch unter wichtige gleitende Durchschnitte, die seit November als Unterstützung dienten, hat sich das Chartbild eingetrübt. Die kommenden Wochen werden zum Stresstest für die Bullen, die nun beweisen müssen, ob sie die aktuellen Tiefststände verteidigen können.
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