Bitcoin: Alarmstimmung vermeidbar?
Langjährige Bitcoin-Großhalter haben zum Ende der Handelswoche koordiniert Positionen abgebaut — und das in einem Umfeld, das ohnehin wenig Spielraum für Optimismus lässt. Die hawkishe Fed-Entscheidung und geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt bilden den Rahmen für die jüngsten Abgaben.
Veteranen liquidieren über 117 Millionen Dollar
Blockchain-Daten von Lookonchain zeigen, dass mindestens zwei Langzeit-Halter am Donnerstagmorgen gemeinsam mehr als 1.650 BTC im Wert von rund 117,87 Millionen Dollar verkauft haben. Einer davon hatte bereits zuvor einen 11.000-BTC-Stack abgebaut und stieß nun weitere 650 BTC ab. Ein zweiter früher Adopter mit ursprünglich 5.000 BTC liquidierte volle 1.000 Coins.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Die US-Notenbank signalisierte zuletzt lediglich eine einzige Zinssenkung für das laufende Jahr — eine deutliche Enttäuschung für Märkte, die auf mehr Lockerung gesetzt hatten. Fed-Chef Jerome Powell hob zudem die Inflationsprognose für 2026 von 2,4 % auf 2,7 % an und verwies auf steigende Ölpreise als Haupttreiber. Rohöl nähert sich wieder der 100-Dollar-Marke, was die Erwartung eines länger anhaltenden Hochzinsumfelds weiter befeuert.
Relative Stärke trotz schwierigem Umfeld
Bemerkenswert bleibt, dass Bitcoin seit Ausbruch des Iran-Konflikts Ende Februar eine deutlich bessere Performance zeigt als viele andere Anlageklassen. Während der MSCI World rund 4 % verlor und Gold etwa 5 % nachgab, hatte BTC zwischenzeitlich Gewinne von fast 14 % erzielt und kurzzeitig die 75.000-Dollar-Marke überwunden.
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Allerdings fehlt bislang das Momentum für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben. Wintermute-Trader Bryan Tan weist darauf hin, dass das ausbleibende Follow-through oberhalb von 75.000 Dollar zur Vorsicht mahnt. Der Widerstandsbereich zwischen 73.000 und 74.000 Dollar hat sich als hartnäckig erwiesen, während sich eine steigende Unterstützungszone zwischen rund 64.000 und 70.000 Dollar gebildet hat. Aktuell notiert Bitcoin knapp über 70.700 Dollar — damit liegt der Kurs seit Jahresbeginn rund 20 % im Minus.
Strategy verdoppelt — mit neuem Finanzierungsmodell
Ungeachtet der Turbulenzen kaufte Strategy vergangene Woche 22.337 Bitcoin für 1,57 Milliarden Dollar — der größte Einzelkauf des Unternehmens in diesem Jahr. Zum ersten Mal diente dabei das STRC-Perpetual-Preferred-Stock-Programm als primäres Finanzierungsinstrument: 1,18 Milliarden Dollar flossen über diese Struktur, während Stammaktienverkäufe nur 396 Millionen Dollar beisteuerten. Die jährlichen Dividendenverpflichtungen übersteigen damit nun die Milliarden-Dollar-Grenze.
Der Fear & Greed Index verharrt bei 23 — tief im Bereich extremer Angst. Ein weiterer Datenpunkt unterstreicht die langfristige Knappheitsdynamik: Bitcoins umlaufendes Angebot überschritt um den 10. März die Marke von 20 Millionen BTC. Rund eine Million Coins verbleiben noch über die nächsten rund 114 Jahre zu minen.
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