Bitcoin ist am Wochenende unter 78.000 US-Dollar gefallen und setzt damit einen brutalen Abwärtstrend fort. Die größte Kryptowährung der Welt hat seit ihrem Jahreshoch 2025 rund 40 Prozent verloren – und steckt nun in der längsten Verlustphase seit 2018. Vier Monate in Folge ging es nach unten.

Warsh-Nominierung belastet Stimmung

Allein in dieser Woche büßte Bitcoin fast 10 Prozent ein und markierte am Samstag mit rund 78.665 Dollar ein Neun-Monats-Tief. Der Verkaufsdruck verschärfte sich nach der Bekanntgabe, dass der frühere Fed-Gouverneur Kevin Warsh neuer Chef der US-Notenbank werden soll.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Bitcoin?

Warsh gilt als Verfechter einer straffen Geldpolitik und hat einen "Regimewechsel" bei der Fed gefordert. Seine Pläne zielen auf eine deutliche Verkleinerung der Notenbankbilanz ab. Brian Jacobsen, Chefvolkswirt bei Annex Wealth Management, sieht darin eine Gefahr für spekulative Assets: Die aufgeblähte Fed-Bilanz habe bislang Liquidität in riskante Anlagen wie Kryptowährungen fließen lassen. Unter Warsh könnte sich das ändern.

Optionsmarkt dreht ins Negative

Der Stimmungswandel zeigt sich deutlich am Derivatemarkt. Laut CoinDesk liegt das offene Interesse bei Put-Optionen mit einem Ausübungspreis von 75.000 Dollar mittlerweile bei 1,159 Milliarden Dollar – fast so hoch wie bei der 100.000-Dollar-Call-Option (1,168 Milliarden Dollar). Nach der Trump-Wahl im vergangenen Jahr dominierten noch klar die Wetten auf steigende Kurse.

Bedeutende Put-Positionen haben sich auch bei 70.000, 80.000 und 85.000 Dollar aufgebaut. Höhere Call-Strikes außerhalb der 100.000er-Marke finden dagegen kaum noch Abnehmer.

Liquidität trocknet aus

Die Markttiefe ist stark zurückgegangen. Laut Kaiko-Daten liegt das verfügbare Kapital, um größere Trades abzufedern, mehr als 30 Prozent unter dem Oktober-Höchststand. Eine derart ausgedünnte Liquidität gab es zuletzt nach dem FTX-Kollaps 2022.

Auch die Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen anhaltende Abflüsse. Viele institutionelle Käufer, die zu höheren Preisen eingestiegen sind, sitzen mittlerweile auf Verlusten. Große Player wie Digital-Asset-Treasuries haben ihre Käufe nach eigenen Kursrückgängen im vergangenen Jahr deutlich gedrosselt.

Analysten erwarten lange Durststrecke

Kaiko-Analyst Laurens Fraussen schätzt, dass die Korrektur auf Basis historischer Muster noch sechs bis neun Monate andauern könnte. Der Markt sei "vermutlich etwa 25 Prozent" durch den aktuellen Zyklus.

Richard Hodges, Gründer des Ferro BTC Volatility Fund, warnt Großinvestoren sogar vor einer deutlich längeren Flaute: Er rechne nicht mit einem neuen Allzeithoch in den kommenden 1.000 Tagen. Trotz regulatorischer Fortschritte unter der Trump-Regierung und einer crypto-freundlichen Agenda bleiben Anleger skeptisch. Verzögerungen beim geplanten Marktstruktur-Gesetz frustrieren zusätzlich. Gleichzeitig ziehen KI-Aktien und Edelmetalle Kapital aus dem Krypto-Sektor ab.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen?! Neue Bitcoin-Analyse vom 01. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Bitcoin-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Bitcoin-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Bitcoin: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...