BioNTech sendet deutliche Lebenszeichen. Nach einer Phase der Unsicherheit sorgen eine wichtige FDA-Entscheidung und frisches Lob von der Wall Street für neue Hoffnung bei den Anlegern. Während die Krebspipeline damit an Kontur gewinnt und das Jahr 2026 als "Jahr der Umsetzung" ausgerufen wurde, wirft das Verhalten des langjährigen Partners Pfizer jedoch Fragen auf.

FDA-Rückenwind und Analystenlob

Zentraler Treiber der jüngsten Aufwärtsbewegung war eine Erfolgsmeldung aus den USA. Die FDA gewährte dem mRNA-Kandidaten BNT113 den sogenannten "Fast Track"-Status zur Behandlung bestimmter Kopf-Hals-Tumore. Für Marktbeobachter ist dies mehr als nur ein bürokratischer Akt: Es gilt als konkreter Beleg dafür, dass die Onkologie-Pipeline die reine Konzeptphase verlässt und sich Richtung Marktreife bewegt.

Diese fundamentale Verbesserung blieb an der Wall Street nicht unbemerkt. Goldman Sachs stufte die Aktie Mitte Januar von "Neutral" auf "Buy" hoch und hob das Kursziel auf 142 US-Dollar an. Die Analysten begründeten ihren Optimismus mit der einzigartigen Positionierung des Unternehmens in der Krebsforschung. Auch das Bankhaus Berenberg bestätigte seine Kaufempfehlung, was das zurückgekehrte Vertrauen institutioneller Investoren untermauert.

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Strategische Expansion und Cash-Polster

Strategisch setzt das Management auf aggressive Expansion. Mit dem Abschluss der Übernahme des operativen Geschäfts von CureVac stärkt BioNTech sein Patentportfolio und eliminiert einen direkten Wettbewerber im mRNA-Sektor. Das Unternehmen plant, im laufenden Jahr mehrere Phase-3-Studien zu starten, wobei der Fokus auf der Beschleunigung der Zulassungsprozesse liegt.

Finanziell ist der Konzern dank eines massiven Polsters von rund 17,2 Milliarden Euro (Stand Ende 2025) gut gerüstet, um diese kostenintensiven Studien ohne Kapitalerhöhungen zu stemmen. Dies ist angesichts sinkender Covid-Impfstofferlöse und aktueller operativer Verluste ein entscheidender Stabilitätsfaktor. Die Aktie notiert derzeit bei 98,25 Euro und versucht, das durch die Nachrichtenlage gewonnene Terrain zu verteidigen.

Der Pfizer-Faktor

Trotz der internen Fortschritte gibt es externe Störfeuer. Die Entscheidung von Pfizer, eine 530 Millionen Dollar schwere Partnerschaft mit Novavax einzugehen, sorgte am Markt für Spekulationen. Zwar dementiert BioNTech jegliche Gerüchte über ein Zerwürfnis und betont die Stärke der Zusammenarbeit, doch Anleger wägen das Risiko ab, dass Pfizer seine exklusive Abhängigkeit von der Mainzer mRNA-Plattform diversifizieren möchte.

Die Aktie steht damit an einem entscheidenden Punkt. Während die FDA-Entscheidung und das Analystenlob einen fundamentalen Boden bilden, hängt das Erreichen höherer Kursziele von der fehlerfreien Durchführung der anstehenden klinischen Studien ab. Investoren werden in den kommenden Quartalen genau beobachten müssen, ob die Onkologie-Sparte die kommerzielle Unabhängigkeit von Pfizer beweisen kann.

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