Beim Europäischen Lungenkrebskongress in Kopenhagen präsentiert BioNTech Daten, die aufhorchen lassen. Ihr Anti-CTLA-4-Kandidat Gotistobart hat in einer Phase-3-Studie das Sterberisiko gegenüber Standardchemotherapie um 54 Prozent gesenkt — ein Ergebnis, das die Onkologie-Pipeline des Unternehmens in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Was die PRESERVE-003-Daten zeigen

Die Zahlen aus dem ersten Teil der globalen Phase-3-Studie PRESERVE-003 sind deutlich. Nach einem medianen Follow-up von 14,5 Monaten lebten noch 55,6 Prozent der Gotistobart-Patienten — gegenüber nur 23,8 Prozent in der Docetaxel-Gruppe. Das mediane Gesamtüberleben war in der Gotistobart-Gruppe noch nicht erreicht, während es in der Vergleichsgruppe bei knapp zehn Monaten lag.

Die Studie richtet sich an Patienten mit plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), die bereits auf eine Kombination aus Immuntherapie und Chemotherapie nicht angesprochen haben — eine Patientengruppe mit bislang wenigen Optionen.

Allerdings zeigt das Sicherheitsprofil auch Grenzen: Bei 60 Prozent der Patienten traten immunvermittelte Nebenwirkungen auf, bei einem Drittel davon in schwerer Ausprägung (Grad 3 oder höher). Häufigste Ereignisse waren Durchfall, Kolitis sowie erhöhte Leberwerte. Die pivotale Phase des Trials läuft weiter, BioNTech rekrutiert bereits für den zweiten Studienabschnitt.

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Weitere Kandidaten und der Unternehmenskontext

Neben Gotistobart präsentiert BioNTech in Kopenhagen auch Daten zu Pumitamig, einem gemeinsam mit Bristol Myers Squibb entwickelten bispezifischen Immunmodulator. Phase-2-Daten aus China zeigen klinisch relevante Überlebensergebnisse bei EGFR-mutierten NSCLC-Patienten in Kombination mit Chemotherapie — unabhängig vom PD-L1-Expressionsniveau. Frühe Daten zum Antikörper-Wirkstoff-Konjugat BNT326 runden das Kongressprogramm ab.

Das Unternehmen betreibt derzeit 16 klinische Studien im Bereich Lungenkrebs, darunter vier laufende pivotale Phase-3-Trials. Für 2026 sind sieben spätklinische Datenpakete angekündigt.

Im Hintergrund läuft ein tiefgreifender Führungswechsel: Mitgründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden BioNTech bis Ende 2026 verlassen, um ein neues mRNA-fokussiertes Unternehmen zu gründen. Das vierte Quartal 2025 schloss BioNTech mit einem Nettoverlust von 305 Millionen Euro ab, bei einem Umsatz von 907 Millionen Euro. Die Umsatzprognose für 2026 liegt bei 2,0 bis 2,3 Milliarden Euro — gestützt von einer Liquiditätsposition von 17,2 Milliarden Euro.

Die Aktie notiert aktuell rund 28 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs. Ob die PRESERVE-003-Daten den Titel nachhaltig stützen können, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell die pivotale Studienphase abgeschlossen wird und wann BioNTech eine Zulassung anstreben kann.

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