Beyond Meat Aktie: Unter einem Dollar
Beyond Meat gerät weiter unter Druck. Die Aktie ist gestern erneut unter die Marke von einem Dollar gefallen und notiert damit wieder klar im Penny-Stock-Bereich. Gleichzeitig verdichten sich die operativen und regulatorischen Risiken rund um den Hersteller pflanzlicher Fleischalternativen.
Schwacher Wochenausklang
Am Freitag rutschte die Aktie an der NASDAQ je nach Schlusskurs um rund 3,6 bis 6,2 Prozent ab und schloss im Bereich von etwa 0,97 bis 0,99 US‑Dollar. Die Marktkapitalisierung sank damit auf nur noch rund 442 Millionen US‑Dollar.
Damit setzt sich der drastische Abwärtstrend der vergangenen Monate fort. Nach einer spekulativen Rally bis auf 7,69 US‑Dollar im Oktober 2025 hat der Titel nahezu alle Gewinne wieder abgegeben und notiert nun in der Nähe des 52‑Wochen-Tiefs von 0,50 US‑Dollar. Die hohe Nervosität zeigt sich auch in der Tageshandelsspanne von 0,96 bis 1,06 US‑Dollar.
Interne Probleme und neue Gegenwinde
Neben der schwachen Kursentwicklung belasten auch interne Strukturprobleme das Vertrauen. Ende Dezember 2025 trennte sich Beyond Meat von seinem Controller. Hintergrund waren „wesentliche Schwächen“ in den internen Kontrollen der Finanzberichterstattung. Solche Mängel gelten insbesondere für institutionelle Investoren als klares Risikosignal.
Zusätzlich verschlechterte sich das Umfeld gestern von regulatorischer Seite. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlichte neue Ernährungsempfehlungen, die verstärkt auf „echte Lebensmittel“ aus US-Landwirtschaft und Viehzucht setzen. Diese Ausrichtung kann als Gegenwind für verarbeitete Fleischalternativen gewertet werden und belastet die Story des gesamten pflanzenbasierten Sektors.
Zahlen, Bewertung und Short-Positionen
Auch die fundamentalen Kennzahlen bleiben schwach. Im dritten Quartal 2025 gingen die Erlöse im Jahresvergleich um mehr als 13 Prozent auf 70,22 Millionen US‑Dollar zurück. Gleichzeitig schreiben die Amerikaner weiter Nettoverluste. Analysten rechnen für das Gesamtjahr 2025 mit einem Verlust je Aktie von rund 1,25 US‑Dollar.
Die aktuellen Marktdaten unterstreichen die angespannte Lage:
- Kurs: ca. 0,98 US‑Dollar (NASDAQ-Schluss, gestern)
- Tagesrange: 0,96 – 1,06 US‑Dollar
- 52‑Wochen-Hoch: 7,69 US‑Dollar
- 52‑Wochen-Tief: 0,50 US‑Dollar
- Marktkapitalisierung: ca. 442 Mio. US‑Dollar
- Short Interest: rund 27,8 % des Free Floats
- Analysteneinschätzung: Mehrheitsmeinung „Sell“ (ca. 57 %)
Der hohe Short-Anteil zeigt, dass ein großer Teil des Marktes weiter mit fallenden Kursen rechnet. Gleichzeitig erhöht diese Konstellation das Potenzial für kurzfristige, shortsqueeze-getriebene Kurssprünge – bisher jedoch ohne nachhaltige Trendwende.
Penny-Stock-Status als Risiko
Der anhaltende Handel unter einem US‑Dollar ist nicht nur psychologisch problematisch. Große US-Börsen wie die NASDAQ verlangen auf Sicht einen Mindestgebotspreis von 1,00 US‑Dollar. Längerfristige Unterschreitungen können formelle Delisting-Warnungen nach sich ziehen. Dass die Aktie trotz zwischenzeitlicher Erholungsversuche nicht dauerhaft über dieser Schwelle bleibt, signalisiert deutliche Zweifel an einem kurzfristigen Turnaround.
Als nächster klarer Kurstreiber gilt der Q4-Bericht, der für Anfang März 2026 erwartet wird. Dort werden Anleger vor allem darauf achten, ob sich der Umsatzrückgang abschwächt, welche Maßnahmen das Management zu den internen Kontrollschwächen vorlegt und ob es klare Hinweise auf eine Stabilisierung des Geschäfts gibt.
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