Bayer hat im Streit um sein milliardenschweres Augenmedikament Aflibercept einen Schlussstrich gezogen. Eine umfassende Einigung mit Konkurrenten wie Formycon macht den Weg für Biosimilars in Europa und Übersee frei. Damit steht fest, ab wann der Pharmakonzern mit deutlich mehr Wettbewerb bei einem seiner wichtigsten Umsatzträger rechnen muss.

Markteintritt im Mai 2026

Die Vereinbarung zwischen Regeneron, Bayer und den Wettbewerbern Formycon sowie Klinge Biopharma beendet sämtliche Patentstreitigkeiten um Nachahmerprodukte des Wirkstoffs Aflibercept. Die Biosimilars AHZANTIVE und Baiama haben bereits die Zulassung der Europäischen Arzneimittel-Agentur erhalten. Laut dem Vergleich dürfen die Partner ihre Produkte ab Mai 2026 in Europa, Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum vermarkten.

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Für den wichtigen US-Markt existiert bereits ein separater Zeitplan. Dort ist der Start der Formycon-Alternative für das vierte Quartal 2026 vorgesehen. Der Wirkstoff wird vor allem bei schweren Netzhauterkrankungen wie der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration eingesetzt, um eine übermäßige Bildung von Blutgefäßen zu verhindern.

Ende der juristischen Hürden

Zuvor hatte Bayer sein geistiges Eigentum offensiv verteidigt. Noch im September 2025 erwirkte das Unternehmen vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung gegen mehrere Generikahersteller. Die juristische Strategie stützte sich dabei auf ein spezielles Formulierungspatent, das den Marktschutz eigentlich bis Juni 2027 hätte sichern sollen, obwohl der reine Stoffschutz bereits ausgelaufen war. Die aktuelle Einigung räumt diese Hindernisse nun vorzeitig aus dem Weg und eliminiert die Prozessrisiken für die anstehenden Produkteinführungen der Partner aus Planegg-Martinsried.

Druck auf die Pharmasparte

Die feststehenden Termine für den Markteintritt der Konkurrenz erhöhen den Druck auf die Erlöse der Pharmasparte. Bayer identifizierte das Augenmittel bereits zuvor als einen Bereich, in dem mit spürbarem Gegenwind durch sinkende Absatzmengen zu rechnen ist. Eine ähnliche Entwicklung belastet das Unternehmen beim Blutverdünner Xarelto, bei dem ebenfalls wichtige Patente auslaufen.

An der Börse zeigt sich die Aktie zum Wochenschluss stabil. Mit einem Kurs von 11,07 USD notiert der Titel zwar rund 11 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt, hält aber einen deutlichen Abstand zum 52-Wochen-Tief von 5,35 USD. Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, inwieweit die neuen Konkurrenzprodukte die langfristige Umsatzprognose der Sparte beeinflussen.

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