Jahrelang lähmten die Glyphosat-Klagen den Kurs, doch jetzt könnte sich das Blatt wenden. Der US Supreme Court hat einen entscheidenden Fall zur Prüfung angenommen – ein Signal, auf das Investoren lange gewartet haben. Zeitgleich liefert die Pharma-Sparte positive Impulse, die die jüngste Rallye fundamental untermauern.

Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick:

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  • US Supreme Court: Das oberste Gericht prüft die Anwendbarkeit von Bundesrecht bei Warnhinweisen.
  • Pharma-Erfolg: FDA erteilt „Orphan-Drug-Status“ für eine neue Zelltherapie.
  • Starke Performance: Ein Plus von 15,93 % seit Jahresbeginn bestätigt den Aufwärtstrend.

Hoffnung auf das Ende der Klagewelle

Die Nachricht aus Washington wiegt schwerer als jede Quartalszahl: Der US Supreme Court hat am 22. Januar 2026 zugestimmt, einen zentralen Fall im Zusammenhang mit dem Unkrautvernichter Roundup (Glyphosat) zu verhandeln. Für den Leverkusener Konzern geht es hierbei um nichts Geringeres als die prinzipielle rechtliche Verteidigungslinie.

Das Gericht klärt die Frage der „Federal Preemption“. Sollten die Richter entscheiden, dass das US-Bundesrecht staatliche Warnhinweise auf Verpackungen verbietet, würde dies zahlreichen Klagen auf Bundesstaatsebene die Grundlage entziehen. Diese basieren oft auf dem Vorwurf fehlender Warnhinweise. Eine Entscheidung wird bis zum Ende der Sitzungsperiode im Juni 2026 erwartet. Marktbeobachter werten die bloße Annahme des Falls als potenziellen Wendepunkt in der langwierigen juristischen Auseinandersetzung.

Rückenwind aus der Pipeline

Neben der juristischen Hoffnung liefert auch das operative Geschäft Argumente für die Bullen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat dem Zelltherapie-Kandidaten OpCT-001 der Bayer-Tochter BlueRock Therapeutics den „Orphan-Drug-Status“ verliehen.

Diese Einstufung, die für Medikamente gegen seltene Krankheiten vergeben wird, betrifft eine Therapie gegen Retinitis pigmentosa, eine erbliche Augenerkrankung. Auch wenn sich das Medikament noch in der klinischen Phase-1/2a-Studie befindet, zeigt der Erfolg, dass die Innovationskraft der Pharma-Sparte intakt ist.

Analysten und Charttechnik

Die Kombination aus juristischer Perspektive und operativen Fortschritten spiegelt sich in den Bewertungen wider. Zacks Research stufte das Papier am heutigen Donnerstag auf „Strong-Buy“ hoch, flankiert von positiven Einschätzungen der Investmentbanken Barclays und Goldman Sachs.

Der Markt honoriert diese Gemengelage: Mit einem aktuellen Kurs von 44,05 Euro notiert die Aktie in direkter Schlagdistanz zum erst kürzlich markierten 52-Wochen-Hoch bei 44,40 Euro. Der massive Abstand zum 52-Wochen-Tief von rund 121 Prozent verdeutlicht, wie stark sich das Sentiment gedreht hat. Zwar sorgte das Scheitern eines Gesetzentwurfs in Tennessee kurzzeitig für Störfeuer, doch der Fokus der Anleger liegt nun eindeutig auf der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs.

Bis Juni 2026 bleibt die Anspannung hoch, doch die Richtungsvorgabe ist klar: Sollte das Urteil im Sinne des Konzerns ausfallen, wäre das größte Risiko der letzten Jahre signifikant entschärft.

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