Bayer Aktie: Entscheidung naht
Das Jahr 2026 könnte für Bayer den lang ersehnten Wendepunkt markieren. Während operative Erfolge in Japan für Rückenwind sorgen, blicken Anleger vor allem gespannt in die USA. Dort deutet sich eine juristische Entwicklung an, die das Glyphosat-Drama entscheidend beeinflussen könnte. Die Aktie reagierte zum Wochenausklang bereits mit Kursgewinnen.
- Juristische Hoffnung: US-Regierungsvertreter empfehlen Überprüfung des Glyphosat-Falls.
- Operativer Erfolg: Markterweiterung für Herzmedikament Kerendia in Japan.
- Analysten-Votum: JPMorgan verdoppelt Kursziel auf 50 Euro.
Blick nach Washington
Die zentrale Triebfeder für die aktuelle Zuversicht ist eine mögliche Kehrtwende vor dem US Supreme Court. US-Solicitor General D. John Sauer empfahl kürzlich, die Berufung von Bayer im Fall Monsanto Co. v. Durnell anzunehmen. Diese geänderte Haltung der US-Administration stärkt die Argumentation des Konzerns, dass Bundesrecht Vorrang vor einzelstaatlichen Warnhinweis-Klagen hat.
Marktbeobachter warten nun auf eine zeitnahe Entscheidung des Obersten Gerichtshofs. Folgt das Gericht der Empfehlung, würde dies tausenden Klagen die Grundlage entziehen und könnte Rückstellungen in Milliardenhöhe freisetzen. Scheitert dieser Weg, droht jedoch ein empfindlicher Rücksetzer der jüngsten Erholung.
Wichtige Zulassung in Japan
Abseits des juristischen Parketts liefert die Pharma-Sparte positive Nachrichten. Das japanische Gesundheitsministerium erweiterte die Zulassung für das Medikament Finerenon (Kerendia) zur Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz. Japan ist aufgrund seiner demografischen Struktur einer der wichtigsten Märkte für Herz-Kreislauf-Therapien weltweit. Mit geschätzten 1,2 Millionen betroffenen Patienten eröffnet sich hier ein signifikantes Umsatzpotenzial, das helfen soll, auslaufende Patente anderer Blockbuster zu kompensieren.
Die Bullen bleiben am Drücker
Die Kombination aus operativen Fortschritten und juristischer Fantasie spiegelt sich deutlich im Kursverlauf wider. Zwar korrigierte die Aktie in den letzten sieben Tagen um 8,65 Prozent, doch der langfristige Trend zeigt steil nach oben: Auf Zwölf-Monats-Sicht verzeichnet das Papier ein Plus von fast 97 Prozent.
Am Freitag schloss die Aktie bei 38,00 Euro, was einem Tagesgewinn von 2,67 Prozent entspricht. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von aktuell 36,91 Prozent unterstreicht die massive Erholungsbewegung seit den Tiefstständen des Vorjahres. Die Analysten von JPMorgan sehen in der aktuellen Lage einen möglichen "Wendepunkt" und hoben ihr Kursziel drastisch von 25 auf 50 Euro an.
Technisch und psychologisch ist nun die Marke von 40 Euro entscheidend. Ein nachhaltiger Ausbruch über diesen Widerstand wäre ein starkes Signal für die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Das nächste fundamentale Update zur Geschäftsentwicklung folgt am 10. Februar 2026 mit den Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr.
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