Ryanair blickt auf eine ruhige Börsenwoche zurück und bereitet sich auf die operative Expansion der Sommersaison 2026 vor. Während der Aktienkurs am vergangenen Freitag leicht um 0,61 Prozent auf 65,49 US-Dollar zulegte, rücken nun konkrete Kapitalrückzahlungen und strategische Weichenstellungen in den Fokus. Anleger warten insbesondere auf die bevorstehende Dividendenausschüttung am 25. Februar.

Leichter Anstieg der Leerverkäufe

Aktuelle Daten von Mitte Februar zeigen eine Verschiebung der Marktstimmung. Im Januar stieg das Short Interest, also das Volumen der Wetten auf fallende Kurse, um rund 47 Prozent an. Trotz dieses deutlichen prozentualen Zuwachses bleibt die Gesamtlage entspannt: Der Anteil der leerverkauften Aktien macht lediglich etwa 0,4 Prozent des Streubesitzes aus. Die hohe Liquidität der Aktie würde es Leerverkäufern ermöglichen, ihre Positionen in durchschnittlich 1,2 Handelstagen glattzustellen, was das Risiko unkontrollierter Kursreaktionen minimiert.

Dividende und Aktienrückkäufe

Für einkommensorientierte Investoren steht in Kürze ein wichtiger Termin im Kalender. Das Unternehmen hat den Zeitplan für die Zwischendividende des Geschäftsjahres 2026 bestätigt:

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  • Zahltag: 25. Februar 2026
  • Dividendenhöhe: 0,193 Euro pro Stammaktie

Anspruchsberechtigt sind Aktionäre, die den Titel zum Stichtag am 16. Januar in ihrem Depot führten. Parallel dazu setzt die Airline ihre Strategie der Kapitalrückführung durch Aktienrückkäufe fort. In der ersten Februarwoche erwarb das Unternehmen über 6.000 Stammaktien sowie knapp 500.000 ADRs (American Depositary Receipts), um diese anschließend einzuziehen und so den Gewinn pro Aktie zu stützen.

Strategische Expansion in Italien

Operativ treibt das Management den Ausbau des Standorts Turin voran. Durch eine Investition von rund 300 Millionen US-Dollar wird dort ein drittes Flugzeug fest stationiert. Diese Erweiterung ermöglicht zwei neue Flugverbindungen nach Sofia und Tirana sowie eine höhere Taktung auf mehr als zehn bestehenden Routen.

Zusätzlich sicherte sich die Airline langfristig den Zugriff auf Triebwerksteile durch ein milliardenschweres Abkommen mit CFM International. Ab 2029 sollen zwei eigene Wartungsbetriebe in Europa die Kostenkontrolle für die Boeing-737-Flotte weiter verbessern. Kann Ryanair durch diese stärkere vertikale Integration seine Marktführerschaft bei der Kostenstruktur langfristig absichern?

In der kommenden Woche dürften Marktteilnehmer vor allem Währungsschwankungen zwischen Euro, Pfund und US-Dollar beobachten, da diese die Treibstoffkosten massiv beeinflussen. Zudem stützen jüngste positive Signale des Triebwerksherstellers Safran zur Entspannung globaler Lieferketten das allgemeine Branchenumfeld. Der nächste feststehende Kurstreiber bleibt die Dividendenzahlung am 25. Februar.

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