BASF Aktie: Riskante China-Wette
Zum Start des Börsenjahres 2026 steht bei BASF alles im Zeichen der bisher größten Einzelinvestition der Unternehmensgeschichte. Das kurz vor der Eröffnung stehende Werk im chinesischen Zhanjiang spaltet die Geister: Während der Vorstand die Expansion als überlebenswichtig einstuft, wachsen am Markt die Sorgen vor neuen geopolitischen Abhängigkeiten.
- Großprojekt: Inbetriebnahme des 8,7-Milliarden-Euro-Standorts in Zhanjiang steht bevor.
- Kursentwicklung: Aktie notiert bei 44,07 Euro (-0,38 %).
- Konzernumbau: Verkauf der Sparte für optische Aufheller abgeschlossen.
Strategie vs. Geopolitik
Das Chemieunternehmen steht unmittelbar vor der offiziellen Eröffnung seines neuen Verbundstandorts in China, die für das erste Quartal 2026 geplant ist. Mit einem Investitionsvolumen von rund 8,7 Milliarden Euro ist das Projekt gigantisch, doch die Marktreaktion fällt heute verhalten aus. Der Kurs gibt leicht auf 44,07 Euro nach.
Investoren treibt die Sorge um, dass sich BASF nach den Abschreibungen im Russland-Geschäft erneut verwundbar macht. Kritiker sehen in der Vertiefung der Beziehungen zu einer autokratischen Führung ein unkalkulierbares Risiko. Die Argumentation der Konzernführung ist hingegen rein ökonomischer Natur: Da China bereits die Hälfte des weltweiten Chemiemarktes ausmacht, BASF dort aber bislang unterrepräsentiert ist, sei die lokale Präsenz für die globale Wettbewerbsfähigkeit alternativlos.
Ruhe an der Heimatfront
Um den Fokus voll auf den Hochlauf in Fernost richten zu können, hat das Management im Stammwerk Ludwigshafen für klare Verhältnisse gesorgt. Eine im Dezember unterzeichnete Standortvereinbarung schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende des Jahrzehnts weitgehend aus. Diese Einigung mit den Arbeitnehmervertretern verschafft dem Konzern die nötige Ruhe, um parallel das Portfolio zu bereinigen. Der jüngst vollzogene Verkauf des Geschäfts mit optischen Aufhellern an Catexel ist ein weiterer Baustein dieser Strategie, sich von Randbereichen zu trennen.
Technische Hürden
Die Unsicherheit über die Profitabilität des neuen China-Werks spiegelt sich im Chartbild wider. Mit dem aktuellen Rückgang rutscht die Aktie wieder etwas deutlicher unter den 50-Tage-Durchschnitt von 44,35 Euro. Marktbeobachter sehen hierin eine gewisse Skepsis, ob die hohen Anlaufkosten die Margen kurzfristig belasten könnten. Zwar erkennen Analysten das langfristige Potenzial in Asien an, doch die fragile konjunkturelle Erholung in der Volksrepublik dämpft die Euphorie.
Fazit
Das erste Quartal 2026 markiert für BASF den Übergang von der Investitions- in die Ertragsphase. Der konkrete Termin für die Eröffnung in Zhanjiang fungiert als nächster wichtiger Impulsgeber für den Kurs. Solange der Beweis ausbleibt, dass der neue Standort ohne Anlaufschwierigkeiten positive Ergebnisbeiträge liefert, dürfte die Aktie Schwierigkeiten haben, den Widerstand im Bereich von 44,35 Euro nachhaltig zu überwinden.
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