Finanzvorstand Dirk Elvermann zieht die Reißleine. Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, drosselt der Chemiekonzern das Tempo bei den Klimaschutz-Investitionen deutlich. Für Anleger signalisiert dieser pragmatische Kurswechsel eine klare Prioritätensetzung: Profitabilität und Cash-Sicherung gehen vorerst vor grünen Prestigeprojekten.

Strategiewechsel für die Bilanz

Die Botschaft aus der Führungsetage ist eindeutig: Solange die Rahmenbedingungen schwierig bleiben, werden die Margen geschützt. Konkret deckelt BASF die Ausgaben für die grüne Transformation zwischen 2025 und 2028 auf durchschnittlich 600 Millionen Euro pro Jahr. Der Großteil der kapitalintensiven Investitionen für die Klimawende wird erst für die Zeit nach 2030 eingeplant.

Dieser Schritt dient der Liquiditätssicherung. Anstatt Kapital in Projekte zu binden, die kurzfristig keine Rendite abwerfen, konzentriert sich das Management auf das operative Kerngeschäft.

Die Fakten im Überblick:

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  • Kapitaldisziplin: Investitions-Deckel für grüne Projekte bis 2028.
  • Portfolio-Bereinigung: Der Verkauf des Geschäfts für optische Aufheller an Catexel wurde im Dezember unterzeichnet.
  • Analysten-Votum: Goldman Sachs sieht das Ziel bei 48 Euro, die DZ Bank traut dem Titel bis zu 55 Euro zu.

Der Markt verarbeitete zuletzt deutliche Abgaben. Auf Wochensicht verlor das Papier rund 13,5 Prozent und notiert aktuell bei 44,78 Euro. Dennoch hält sich der Kurs damit gut 12 Prozent über dem 52-Wochen-Tief, was auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit hindeutet.

Ruhe an der Heimatfront

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor wurde strategisch entschärft. Mit einer neuen Standortvereinbarung für das Stammwerk Ludwigshafen sichert sich der Konzern den Arbeitsfrieden bis weit in die Zukunft. Betriebsbedingte Kündigungen sind nun bis Ende 2028 ausgeschlossen.

Im Gegenzug verpflichtet sich BASF, jährlich rund 1,5 bis 2 Milliarden Euro in Erhalt und Modernisierung des Stammwerks zu investieren. Marktbeobachter werten dies als klugen Schachzug: Das Management erkauft sich operative Ruhe ohne Streikgefahr. Dies ermöglicht es, den radikalen Umbau in anderen Konzernbereichen ohne Blockaden im Inland durchzuziehen.

Fazit: Bodenbildung im Fokus

Die BASF Aktie befindet sich in einer entscheidenden Phase. Der neue Realismus des Managements, "grüne" Ziele dem Diktat der Profitabilität unterzuordnen, könnte bei Investoren Vertrauen zurückgewinnen. Kurzfristig liefert zudem der für das erste Quartal 2026 erwartete Abschluss des Verkaufs der optischen Aufheller einen positiven Liquiditätseffekt. Hält die Unterstützung im Bereich von 44 Euro, stehen die Chancen für eine Stabilisierung gut.

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