BASF trennt sich von Randsparten und sichert den Heimatstandort ab – während CEO Kamieth vor der schwersten Branchenkrise seit einem Vierteljahrhundert warnt, steigt die Aktie. Der Konzern schafft Fakten, statt auf Besserung zu hoffen.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern verkauft sein Geschäft mit optischen Aufhellern an das Spezialchemieunternehmen Catexel. Die Transaktion soll bereits im ersten Quartal 2026 abgeschlossen sein. Parallel dazu greift seit Jahresanfang eine neue Standortvereinbarung, die betriebsbedingte Kündigungen am Stammwerk bis Ende 2028 ausschließt.

Die wichtigsten Eckdaten:

  • Aktie notiert bei 44,78 Euro, deutlich über dem 52-Wochen-Tief von 39,76 Euro
  • Verkauf des Aufheller-Geschäfts an Catexel läuft
  • Standortsicherung in Ludwigshafen bis Ende 2028 vereinbart
  • Jährliche Investitionen von 1,5 bis 2 Milliarden Euro zugesagt
  • Analysten sehen Kursziele zwischen 48 Euro (Goldman Sachs) und 55 Euro (DZ Bank)

Konsequente Portfolio-Bereinigung

Der Verkauf der optischen Aufheller ist kein Einzelfall, sondern Teil einer systematischen Überprüfung des gesamten Portfolios. Das Management will die Komplexität des Verbunds reduzieren und sich auf profitablere Bereiche konzentrieren. Nicht-strategische Assets werden konsequent abgestoßen.

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Die Standortvereinbarung verschafft dem Vorstand dabei die nötige Ruhe für interne Umbauten. Im Gegenzug verpflichtet sich BASF zu Milliardeninvestitionen in die Modernisierung des größten zusammenhängenden Chemiestandorts der Welt. Die Kosten für soziale Härten bleiben kalkulierbar, während der Konzern seine Strukturen anpasst.

Kamieth: Keine Erholung in Sicht

Konzernchef Markus Kamieth findet klare Worte zur Lage der Branche. Er erwartet für 2026 keine nennenswerte konjunkturelle Erholung. Die chemische Industrie durchlebe die "schwierigste Zeit seit 25 Jahren". Diese Ehrlichkeit scheint am Markt gut anzukommen. Statt unrealistischem Optimismus herrscht Realismus.

Die Aktie reagiert positiv auf den strikten Sparkurs. Mit einem Wochenplus stabilisiert sich der Titel oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 44 Euro. Die düsteren Makro-Prognosen scheinen bereits eingepreist.

Ob die Strategie aufgeht, zeigt sich in den kommenden Quartalen. Gelingt es, die Profitabilität trotz schwacher Industrienachfrage zu halten, könnte das aktuelle Kursniveau als Sprungbrett dienen. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob der Umbau die erhofften Ergebnisse liefert.

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