BASF Aktie: Gelungene Wachstumszahlen
Ein echtes Tauziehen zeichnet sich beim Chemieriesen ab. Während das Management mit Hochdruck an der Neuausrichtung in Asien arbeitet, grätscht eine der mächtigsten US-Banken dazwischen. Trotz operativer Fortschritte warnen Experten vor weiteren Abwärtsrisiken und sehen dunkle Wolken am Horizont aufziehen. Wer behält am Ende recht – die optimistische Konzernführung oder die skeptischen Analysten?
Warnsignal aus den USA
Pünktlich zum Wochenausklang sorgte JPMorgan für Unruhe unter den Anlegern. Die US-Investmentbank bestätigte ihr Rating "Underweight" und zementierte das Kursziel auf lediglich 40 Euro. Analyst Chetan Udeshi begründete diese pessimistische Haltung mit einer anhaltenden Nachfrageschwäche in den Kernmärkten sowie ungelösten strukturellen Problemen.
Für Aktionäre ist das eine bittere Pille: Das genannte Ziel impliziert ein spürbares Abwärtsrisiko gegenüber dem aktuellen Kursniveau. Die Skepsis der Bankenprofis verdeutlicht, dass die fundamentalen Herausforderungen der Branche noch lange nicht überwunden sind.
Offensive in Fernost
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Doch BASF setzt zur Gegenwehr an. Statt sich von den düsteren Prognosen lähmen zu lassen, schafft der Konzern Fakten in seiner wichtigsten Wachstumsregion. Im Zentrum steht dabei die Expansion in China, die offenbar die Stimmung der Marktteilnehmer stützt:
- Partnerschaft vertieft: Gemeinsam mit Sinopec wird die Zusammenarbeit am Verbundstandort Nanjing massiv ausgebaut, insbesondere im Bereich der Biomethan-Produktion zur Senkung des CO2-Fußabdrucks.
- Kapazitäten erweitert: Eine neue Produktionslinie für Dispergiermittel soll die globale Versorgungskette stärken.
- Portfolio bereinigt: Der Verkauf des Coatings-Bereichs an Carlyle bringt frisches Kapital, das für den Schuldenabbau oder Aktienrückkäufe genutzt werden kann.
Kampf an der 200-Tage-Linie
Interessanterweise zeigte sich der Markt am Freitag widerstandsfähig gegenüber dem Analysten-Votum. Die Aktie ging mit 44,73 Euro aus dem Handel und konnte ein leichtes Plus von 0,38 Prozent verbuchen. Offenbar honorieren Anleger den rigorosen Umbau und die strategische Klarheit mehr als die Warnungen der Bären.
Dennoch bleibt die charttechnische Lage brisant. Der Kurs pendelt gefährlich nahe am 200-Tage-Durchschnitt von 44,37 Euro. Ein nachhaltiges Abrutschen unter diese Marke könnte das JPMorgan-Szenario schnell Realität werden lassen. Mit einem RSI von 42,3 ist der Titel weder überkauft noch überverkauft – die Richtungssuche hält an. Gelingt es den Bullen jedoch, den Widerstand zu brechen, wäre dies ein starkes Signal gegen den negativen Trend der letzten Monate. Die kommenden Tage dürften entscheiden, ob die Transformation schnell genug greift, um den Kurs zu stabilisieren.
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