Rekordhohe Goldpreise, geklärte Risiken in Afrika und die Aussicht auf eine mögliche Abspaltung der Nordamerika-Aktivitäten geben der Barrick-Mining-Aktie heute spürbaren Auftrieb. Der Kurs bewegt sich deutlich im Plus und liegt im Bereich von rund 45,77 US-Dollar. Im Zentrum stehen dabei vor allem der Spekulation um eine strukturelle Neuordnung des Konzerns und die stabilisierte Lage in Mali.

  • Goldpreis nahe Rekordhoch um 4.530 US‑Dollar je Unze
  • Vollständige Kontrolle der wichtigen Mine Loulo-Gounkoto in Mali wiederhergestellt
  • Möglicher Spin-off der nordamerikanischen Gold-Assets rückt in den Fokus
  • Jefferies-Kursziel bei 55 US‑Dollar, gestützt auf höhere Margen und Cashflow

Strategische Neuausrichtung und Mali-Lösung

Wesentlicher Treiber ist die Diskussion um eine Abspaltung der nordamerikanischen Goldvermögenswerte. Berichte aus Ende 2025 deuten darauf hin, dass Barrick eine separate Einheit für diese Assets prüft. Dazu würden voraussichtlich die bedeutenden Standorte Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo gehören. Hintergrund ist die Erwartung, dass ein eigenständiges Nordamerika-Portfolio mit erstklassigen Standorten im Bewertungsvergleich besser abschneiden könnte als im Verbund mit den afrikanischen Aktivitäten.

Gleichzeitig hat sich die Risikosituation in Westafrika deutlich entspannt. Der langjährige Konflikt mit der Militärregierung in Mali wurde beigelegt. Barrick hat seit Ende 2025 wieder die vollständige operative Kontrolle über den Loulo-Gounkoto-Komplex, eine zentrale Förderstätte, die zuvor von Enteignungsrisiken überschattet war. Ein neuer Bergbaukodex sichert die Position des Unternehmens in Mali und der Region für die kommenden Jahre ab.

Finanziell geht Barrick gestärkt ins Jahr 2026. Im dritten Quartal generierte der Konzern einen freien Cashflow von rund 1,5 Milliarden US‑Dollar. Zudem wurde der Markenauftritt geschärft: Die Umfirmierung in „Barrick Mining Corporation“ und das neue NYSE-Kürzel „B“ unterstreichen den erweiterten Fokus, der neben Gold zunehmend auch eine wachsende Kupferproduktion umfasst.

Goldpreis, Venezuela und Bewertung

Der starke Rückenwind von der Rohstoffseite ist eng mit der Eskalation rund um Venezuela verknüpft. Eine strikte US-Blockade gegen venezolanisches Öl und den Handel hat die Unsicherheit an den Rohstoffmärkten erhöht. In der Folge ist der Goldpreis auf neue Rekordniveaus gestiegen und hatte am Boxing Day 2025 ein Hoch von 4.530 US‑Dollar je Unze markiert. Seither halten sich die Notierungen auf hohem Niveau, nicht zuletzt weil Zentralbanken weiter verstärkt in physisches Gold investieren.

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In diesem Umfeld profitiert Barrick nicht nur von höheren Preisen, sondern auch von seiner Rolle entlang der Wertschöpfungskette. Zentralbanken verlangen standardisierte, hochreine Goldbarren (99,9 %). Große Produzenten mit etablierten Lieferketten wie Barrick können diese Nachfrage zuverlässig bedienen, was sich in einer höheren Bewertungsprämie niederschlägt.

Die positive Stimmung spiegelt sich in Einschätzungen von Analysten wider. Jefferies hat das Kursziel für die Aktie auf 55 US‑Dollar angehoben. Begründet wird dies mit der Fähigkeit des Konzerns, im aktuellen Preisumfeld seine Margen auszuweiten und höheren freien Cashflow zu erzielen als noch 2025.

Ausblick: Spin-off als möglicher Kurstreiber

Charttechnisch präsentiert sich die Aktie konstruktiv. Der Kurs notiert nahe dem 52‑Wochen-Hoch, gestützt durch die Entspannung in Mali und die anhaltende Nachfrage nach „sicheren Häfen“. Marktdaten von MarketBeat führen Barrick aktuell als eine der wichtigsten Goldaktien für den heutigen Handelstag, mit hohem Umsatz und einer überdurchschnittlichen Entwicklung gegenüber dem Sektor.

Im Fokus bleiben nun vor allem mögliche Ankündigungen zur Abspaltung der nordamerikanischen Aktivitäten. Eine Bestätigung dieses Schrittes könnte ein weiterer Impuls für die Bewertung sein und den Abstand zu fokussierten nordamerikanischen Goldproduzenten verringern. Entscheidend wird zudem der anstehende Q4-Bericht sein: Dann zeigt sich, in welchem Umfang das Umfeld mit Goldpreisen deutlich über 4.000 US‑Dollar je Unze in tatsächlich ausschüttungsfähigen Cashflow umgesetzt wurde.

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