Barrick Mining steht vor einem wichtigen Umbau seiner Nordamerika-Aktivitäten, doch ein zentraler Baustein hängt vom Mitspracherecht des Partners Newmont ab. Parallel dazu markieren Goldpreise von über 5.200 US‑Dollar je Unze neue Rekorde und schaffen Rückenwind für den gesamten Sektor. Wie weit Barrick seine Pläne tatsächlich umsetzen kann, dürfte sich in den kommenden Wochen konkretisieren.

  • Geplante Abspaltung nordamerikanischer Vermögenswerte per Börsengang
  • Newmont besitzt Vorkaufsrecht für Barricks Anteil an Nevada Gold Mines
  • Bewertung des Nordamerika-Geschäfts laut Reuters bei rund 42 Mrd. US‑Dollar
  • Rekord-Goldpreise über 5.200 US‑Dollar je Unze
  • Neuer CFO und laufende CEO-Suche bei Barrick
  • Q4- und Gesamtjahreszahlen 2025 kommen am 5. Februar

Newmont als Schlüsselpartner

Wie aus einem exklusiven Reuters-Bericht vom 23. Januar hervorgeht, erfordern Barricks Pläne zur Abspaltung der Nordamerika-Assets die Zustimmung von Joint-Venture-Partner Newmont Corporation. Hintergrund ist die Struktur von Nevada Gold Mines (NGM), an der Barrick 61,5 % hält, während Newmont 38,5 % gehören.

Laut den von Reuters eingesehenen Unterlagen verfügt Newmont über ein Vorkaufsrecht, falls Barrick seinen Anteil an NGM verkaufen will. Dieses Recht könnte entscheidend dafür sein, wie Barrick die geplante Neuordnung konkret ausgestaltet.

Der geplante Börsengang der Nordamerika-Aktivitäten soll neben NGM auch die Mine Pueblo Viejo in der Dominikanischen Republik sowie das noch in der Entwicklung befindliche Fourmile-Projekt in Nevada umfassen. Reuters beziffert den Wert des Nordamerika-Geschäfts auf rund 42 Mrd. US‑Dollar.

Fourmile braucht Kapital von Newmont

Eine zusätzliche Abhängigkeit von Newmont ergibt sich beim Ausbau von Fourmile. Barrick positioniert das Projekt als künftiges Flaggschiff im Konzernportfolio, benötigt dafür aber weiteres Kapital, zu dem auch Beiträge von Newmont gehören sollen.

Fourmile soll Teil des geplanten IPO-Pakets werden. Konkretere Details zum Umbau will Barrick im Rahmen der Q4‑2025-Zahlen vorstellen, die Präsentation ist für den 5. Februar terminiert.

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Rekordpreise beim Gold

Parallel zu den Umbauplänen profitiert die Branche von einer ausgeprägten Rally bei den Edelmetallen. Laut Reuters stieg der Goldpreis heute über 5.200 US‑Dollar je Unze, begünstigt durch einen schwächeren US‑Dollar.

CNBC berichtete bereits am 26. Januar von einem Anstieg über 5.100 US‑Dollar je Unze, getrieben von geopolitischen Spannungen und Sorgen über die globale Haushaltslage. Das Wall Street Journal meldete am 23. Januar ein neues Intraday-Hoch bei Gold-Futures von 4.989,90 US‑Dollar und einen Schlusskurs von 4.976 US‑Dollar je Feinunze. Inzwischen hat das Metall die Marke von 5.000 US‑Dollar dauerhaft überschritten.

Für Minengesellschaften wie Barrick verbessern solche Preisniveaus grundsätzlich die Ertragslage, sofern Produktion und Kostenbasis stabil bleiben.

Wechsel im Finanzressort und CEO-Suche

Am 19. Januar teilte Barrick die Ernennung von Helen Cai zur neuen Finanzchefin mit. Sie übernimmt das Amt des Chief Financial Officer zum 1. März und folgt damit auf Graham Shuttleworth.

Auf CEO-Ebene befindet sich das Unternehmen in einer Übergangsphase. Nach dem Ausscheiden von Mark Bristow führt derzeit Interimschef Mark Hill das Unternehmen, während die Suche nach einer dauerhaften Nachfolge läuft.

Nächster Termintreiber: Quartalszahlen

Laut Investor-Relations-Seite veröffentlicht Barrick am 5. Februar um 6:00 Uhr ET die Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal 2025. Um 11:00 Uhr ET folgt ein Management-Webcast mit Präsentation.

Für den Markt sind dabei vor allem drei Punkte relevant: der konkrete Fahrplan für den geplanten Nordamerika-Börsengang inklusive der Rolle Newmonts, mögliche neue Kennziffern zur Bewertung der Assets sowie Hinweise, wie Barrick die Kombination aus Rekord-Goldpreis und Konzernumbau strategisch nutzen will.

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