Ein deutliches Analysten-Upgrade und eine stark beachtete Goldentdeckung in Nevada rücken Barrick Mining in den Vordergrund. Trotz eines leichten Kursrückgangs zuletzt richtet sich der Blick vieler Anleger nun auf das langfristige Potenzial der Reserven und eine mögliche strukturelle Neuordnung des Konzerns. Wie tragfähig ist die neue Zuversicht?

Goldfund in Nevada als Kurstreiber

Hauptargument der optimistischen Einschätzungen ist das Fourmile-Projekt in Nevada. In einer Analyse vom Sonntag wurde die Entdeckung dort als „einmalige Chance“ und potenziell bedeutendste Goldfindung dieses Jahrhunderts bezeichnet. Daraus leiten Marktbeobachter die Erwartung ab, dass Ressourcenbasis und Produktionsprofil von Barrick deutlich nach oben angepasst werden könnten – über das hinaus, was in aktuellen Bewertungsmodellen abgebildet ist.

Der geologische Erfolg stärkt zudem die Position in einer als Tier‑1 geltenden Bergbauregion. Damit gewinnt Barrick an Gewicht in einem politisch stabilen Umfeld, was Risiken aus Projekten in schwierigeren Jurisdiktionen teilweise ausgleicht.

Am Wochenende folgte darauf ein neues „Strong Buy“-Rating, das den Fokus explizit auf die Qualität der Vermögenswerte in Nevada legt. Die Aktie hatte die letzte Sitzung an der NYSE zuvor bei 48,68 US‑Dollar geschlossen, ein Minus von 1,93 %.

IPO-Pläne und Übernahmefantasie

Zusätzliche Dynamik kommt durch Berichte über ein mögliches IPO der nordamerikanischen Goldwerte. Demnach könnte Barrick seine Beteiligung an Nevada Gold Mines, das Fourmile-Projekt und die Mine Pueblo Viejo in eine eigene Gesellschaft ausgliedern und diese an die Börse bringen.

Analysten von Jefferies bewerten diesen Schritt als strategisch sinnvolle Vereinfachung der Konzernstruktur. Zudem kursiert die Einschätzung, dass ein solcher Spin-off die hochwertigen Vermögenswerte für Branchengrößen wie Newmont oder Agnico Eagle Mines als Übernahmeziel interessanter machen könnte.

Für Aktionäre würde eine Abspaltung in der ersten Jahreshälfte 2026 einen klar erkennbaren Mechanismus zur Freisetzung von Wert schaffen.

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Geteilte Signale von Institutionellen

Trotz des positiven langfristigen Narrativs zeigen die jüngsten Bewegungen institutioneller Investoren ein gemischtes Bild:

  • Confluence Wealth Services ist im dritten Quartal neu eingestiegen und hat rund 861.000 US‑Dollar investiert.
  • Stephens Inc. hat seine Position dagegen um 31,4 % verringert und knapp 25.000 Aktien verkauft.
  • Stephens Inc. hält damit noch etwa 53.985 Aktien im Wert von rund 1,77 Mio. US‑Dollar.

Diese gegensätzlichen Transaktionen spiegeln die Spannung zwischen kurzfristigen operativen Themen und dem langfristigen Potenzial der Nevada-Assets wider. Im dritten Quartal waren die Goldverkäufe von Barrick im Jahresvergleich um etwa 13 % zurückgegangen, was auf der operativen Seite belastet.

Kennzahlen im Überblick

Einige zentrale Marktdaten zu Barrick Mining:

  • Kurs (NYSE): 48,68 US‑Dollar
  • Marktkapitalisierung: ca. 81,56 Mrd. US‑Dollar
  • Nächster Termin für Quartalszahlen: 5. Februar 2026
  • Konsens-Kursziel (MarketBeat): 47,17 US‑Dollar
  • Dividende: 0,175 US‑Dollar je Quartal (0,70 US‑Dollar p. a.)

Der aktuelle Analystenkonsens signalisiert damit kurzfristig nur begrenztes Aufwärtspotenzial gegenüber dem letzten Schlusskurs.

Entspannung in Mali

Operativ hat sich die Lage in Mali zuletzt deutlich aufgehellt. Nach einer Vergleichszahlung von 430 Mio. US‑Dollar Ende 2025 übergab die Regierung die Kontrolle über den Loulo‑Gounkoto‑Komplex wieder an Barrick. Zudem wurden rund 3 Tonnen zuvor beschlagnahmtes Gold im Wert von etwa 400 Mio. US‑Dollar freigegeben.

Diese Einigung beseitigt eine wesentliche Belastung und stabilisiert die Cashflows aus Westafrika. Damit rückt für viele Investoren wieder stärker das Wachstumspotenzial der nordamerikanischen Projekte in den Vordergrund.

Ausblick auf die nächsten Wochen

Zusammen genommen ergibt sich ein ambivalentes Bild: Einerseits deutet das Konsens-Kursziel von 47,17 US‑Dollar bei einem KGV von rund 23,5 auf ein eher vorsichtiges Bewertungsniveau hin, verstärkt durch rückläufige Verkäufe im dritten Quartal. Andererseits stellt die Fourmile-Entdeckung die bisherigen Annahmen vieler Modelle infrage und bildet die Grundlage für das neue „Strong Buy“-Narrativ.

Kurzfristig dürften gemischte institutionelle Ströme und operative Kennzahlen für Schwankungen sorgen. Am 5. Februar liefern die nächsten Quartalszahlen dann einen zentralen Test, ob Effizienz und Ergebnisentwicklung mit der neu bewerteten Assetqualität Schritt halten.

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