Rekordcashflow, eine drastisch erhöhte Dividende und ein Goldprojekt mit wachsenden Ressourcen — Barrick Mining lieferte zum Jahresende 2025 auf ganzer Linie. Gleichzeitig bremst ein eskalierender Streit mit Newmont die ambitionierten Pläne für eine Abspaltung des Nordamerika-Geschäfts.

Zahlen, die sich sehen lassen können

Das vierte Quartal 2025 war für Barrick das stärkste in der Unternehmensgeschichte. Der operative Cashflow erreichte 2,73 Milliarden US-Dollar, der freie Cashflow 1,62 Milliarden — jeweils deutlich über dem Vorquartal. Der bereinigte Gewinn je Aktie von 1,04 US-Dollar übertraf den Analystenkonsens von 0,85 US-Dollar spürbar. Der Umsatz kletterte auf 5,98 Milliarden US-Dollar, rund 16% über den Erwartungen.

Begleitet wurden die Zahlen von einer grundlegenden Überarbeitung der Dividendenpolitik. Barrick kündigte an, künftig 50% des freien Cashflows auszuschütten. Die vierteljährliche Basisdividende stieg um 40% auf 0,175 US-Dollar je Aktie. Für das vierte Quartal wurde zusätzlich eine Sonderdividende ausgerufen — insgesamt 0,42 US-Dollar je Aktie, mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal. Ausgezahlt wird am 16. März 2026.

Streit um Nevada belastet die Abspaltungspläne

Barricks Plan, sein Nordamerika-Geschäft auszugliedern und 10 bis 15% davon an die Börse zu bringen, steht unter Druck. Newmont, der 38,5%-Partner im gemeinsamen Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines (NGM), hat eine formelle Vertragsbruch-Mitteilung eingereicht. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen aus NGM abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben — ein Verstoß gegen die 2019 geschlossene Joint-Venture-Vereinbarung.

Fourmile ist dabei kein Nebenschauplatz. Das zu 100% Barrick gehörende Goldprojekt in Nevada wies zuletzt 2,6 Millionen Unzen angezeigte und 13 Millionen Unzen vermutete Ressourcen aus — eine Verdopplung im zweiten Jahr in Folge. Für 2026 plant Barrick, die Bohrausgaben auf 150 bis 160 Millionen US-Dollar zu erhöhen, nach 91 Millionen im Vorjahr.

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Newmont hat vertraglich ein Vorkaufsrecht bei Transaktionen, die das Gemeinschaftsunternehmen berühren. Das macht die geplante Abspaltung — die auch Barricks Anteil an NGM sowie eine Dominikanische-Republik-Mine einschließen soll — deutlich komplizierter.

Kosten steigen, Produktion sinkt

Trotz der Rekordgewinne gibt es operative Belastungen. Die Goldproduktion fiel im vierten Quartal um rund 19% gegenüber dem Vorjahr auf 871.000 Unzen, unter anderem wegen der Produktionsunterbrechung in der Loulo-Gounkoto-Mine. Die All-in Sustaining Costs (AISC) stiegen auf 1.581 US-Dollar je Unze — ein Plus von 9% gegenüber dem Vorjahr.

Für 2026 erwartet Barrick AISC zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar je Unze, bei einer Goldpreisannahme von 4.500 US-Dollar. Die Produktionsprognose liegt bei 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen — leicht unter dem bereinigten 2025-Wert.

Die Aktie notiert aktuell rund 9% unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts, hat auf Jahressicht aber mehr als 100% zugelegt. 13 von 15 Wall-Street-Analysten empfehlen den Titel zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 59,45 US-Dollar. RBC Capital bestätigte sein Kaufvotum erst am 11. März 2026.

Der weitere Kursverlauf dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Barrick den Newmont-Konflikt innerhalb der vertraglich vorgesehenen 30-Tage-Frist beilegen kann — und damit den Weg für die geplante Börsennotierung des Nordamerika-Geschäfts freimacht.

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