Barrick Mining markiert ein neues 52-Wochen-Hoch, getragen von einem starken Goldpreis und soliden operativen Zahlen. Parallel dazu schrauben Analysten ihre Kursziele nach oben, während das Management über eine mögliche Abspaltung nordamerikanischer Vermögenswerte nachdenkt. Wie stabil ist dieses Momentum?

Goldrally und Kursentwicklung

Die Aktie erreichte am Mittwoch in der Spitze 50,81 US-Dollar und kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von rund 84 Milliarden US-Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Kurs von 15,47 auf 50,81 US-Dollar mehr als verdreifacht – ein Plus von über 200 %.

Treiber ist ein Goldpreis nahe 4.600 US-Dollar je Unze, mit Prognosen großer Wall-Street-Banken von bis zu 4.900 bis 5.000 US-Dollar. Der SPDR Gold Shares ETF legte in den vergangenen drei Jahren um 135,7 % zu und ließ den S&P 500 deutlich hinter sich. Barrick profitiert überproportional von diesem Umfeld, was den Hebel von Minenaktien auf den Goldpreis unterstreicht.

Kennzahlen im Überblick

Die aktuellen Bewertungs- und Finanzkennzahlen zeichnen ein Bild moderaten Leverage und solider Profitabilität:

  • Marktkapitalisierung: 84 Mrd. US-Dollar
  • KGV: 24,24
  • Verschuldungsgrad (Debt/Equity): 0,14
  • Nettomarge: 24,53 %
  • Eigenkapitalrendite (ROE): 9,48 %
  • Dividendenrendite: 1,43 % (Quartalsdividende 0,175 US-Dollar)
  • Institutionelle Beteiligung: 90,82 %

Quartalsergebnisse über den Erwartungen

Im dritten Quartal 2025 übertraf Barrick die Markterwartungen leicht. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,58 US-Dollar gegenüber einem Konsens von 0,57 US-Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 23,2 % auf 4,19 Mrd. US-Dollar.

Die Goldproduktion erhöhte sich sequenziell um 4 %. Ausschlaggebend waren höhere Erzgehalte in Kibali sowie eine bessere Auslastung der Standorte Cortez und Turquoise Ridge. Das EBITDA, bezogen auf die zurechenbare Goldproduktion, kletterte im Quartalsvergleich um 25 % und zeigt die starke operative Hebelwirkung auf steigende Goldpreise.

Das Management reagierte mit einer Anhebung der Basisdividende um 25 % und kündigte ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Mrd. US-Dollar an. Grundlage dafür ist der Mittelzufluss aus dem Verkauf nicht zum Kerngeschäft zählender Vermögenswerte.

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Möglicher Spin-off nordamerikanischer Assets

Als zusätzlicher Katalysator steht eine mögliche Abspaltung von Teilen des nordamerikanischen Portfolios im Raum. Das Management hatte im vergangenen Monat bestätigt, dass eine entsprechende Transaktion geprüft wird. Eine Aktualisierung ist mit den Zahlen zum vierten Quartal, die im kommenden Monat anstehen, angekündigt.

Die neue Einheit würde sich auf hochwertige Vermögenswerte in Nevada und der Dominikanischen Republik konzentrieren. Barrick plant, eine bedeutende Beteiligung zu behalten, was aus Sicht von Marktbeobachtern Potenzial zur Freisetzung zusätzlicher Werte für bestehende Aktionäre bietet.

Wechsel im Finanzressort

Am 19. Januar 2026 meldete das Unternehmen einen Führungswechsel im Finanzbereich. Helen Cai übernimmt zum 1. März 2026 die Position der Senior Executive Vice President und Chief Financial Officer. Sie folgt auf Graham Shuttleworth, der nach Vorlage des Jahresabschlusses ausscheidet. Cai verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in Corporate Finance, Aktienanalyse und M&A in der Rohstoff- und Technologiesparte.

Analysten bleiben zuversichtlich

Die Einschätzungen der Investmentbanken fallen überwiegend positiv aus:

  • Konsensrating: Buy (3× Strong Buy, 17× Buy, 3× Hold)
  • Durchschnittliches Kursziel: 47,17 US-Dollar
  • Bank of America: Buy, Kursziel am 19. Januar 2026 von 50 auf 58 US-Dollar angehoben
  • Scotiabank: Hochstufung auf Sector Outperform, Kursziel 43 US-Dollar

Die Aktie notiert aktuell über dem durchschnittlichen Analystenziel, was die Dynamik der jüngsten Kursrally widerspiegelt. Bank-of-America-Analyst Lawson Winder verweist auf verstärkte makroökonomische Faktoren, die den Goldpreis nach oben treiben, sowie auf erwartete hohe Kapitalrückflüsse im vierten Quartal.

Projektpipeline und Wachstumsperspektiven

Die Produktionsplanung bleibt auf mittlere Sicht ambitioniert. Bis 2029 peilt Barrick eine Jahresproduktion von 4,5 Mio. Unzen Gold an. Mehrere Projekte der höchsten Qualitätskategorie entwickeln sich dabei zu zentralen Wachstumstreibern:

  • Fourmile: Potenziell bedeutendste Goldentdeckung dieses Jahrhunderts, derzeit mit 16 Bohrgeräten vor Ort
  • Goldrush: Anvisierte Förderung von 400.000 Unzen pro Jahr bis 2028
  • Lumwana-Expansion: Ausbau auf 240.000 Tonnen Kupfer jährlich
  • Reko Diq: Eines der größten Kupfer-Gold-Projekte weltweit, mit Produktionsstart gegen Ende 2028 in Planung

Zusammen sollen diese Projekte bis 2029 ein Wachstum von über 30 % bei den Goldäquivalenz-Unzen ermöglichen.

Bewertung und Ausblick

Der starke Kursanstieg hat eine Bewertungsdebatte ausgelöst. Auf Basis der erwarteten Gewinne wird die Aktie aktuell mit dem 13,2-fachen der prognostizierten Gewinne gehandelt und liegt damit unter dem Zehnjahresdurchschnitt von rund dem 20-Fachen.

Analysten kalkulieren mit einem Umsatzanstieg von 16,2 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025 auf 23,3 Mrd. US-Dollar im Jahr 2028. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll im gleichen Zeitraum von 2,28 auf 4,50 US-Dollar zulegen. Der freie Cashflow dürfte von 3,5 Mrd. auf 6,64 Mrd. US-Dollar wachsen. Damit hätte Barrick Spielraum, Dividenden weiter zu erhöhen und Rückkäufe fortzusetzen, sofern sich das aktuelle Goldpreisumfeld in den kommenden Jahren in etwa fortsetzt.

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