Barrick Gold sieht sich mit massiven Herausforderungen in Mali und einem umfassenden Portfolioumbau konfrontiert. Analysten bewerten die Lage unterschiedlich.

Barrick Gold Aktie: Druck von allen Seiten – Der Goldproduzent kämpft derzeit an mehreren Fronten: Während in Mali die Regierung mit drastischen Maßnahmen gegen das Unternehmen vorgeht, setzt Barrick gleichzeitig auf einen radikalen Portfolioumbau. Doch wie lange können Aktionäre diese Doppelbelastung tragen?

Machtpoker in Mali eskaliert

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Die Spannungen zwischen Barrick Gold und der malischen Regierung haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Die Behörden haben nicht nur die lokalen Büros des Unternehmens geschlossen, sondern auch den Goldexport aus dem Loulo-Gounkoto-Komplex seit November 2024 gestoppt. Hintergrund sind massive Forderungen in Höhe von rund 500 Millionen US-Dollar für angeblich nicht gezahlte Steuern und Dividenden aus den Jahren 2020 bis 2022.

Die Eskalation geht noch weiter:

  • Beschlagnahmung von fast drei Tonnen Gold durch malische Behörden
  • Festnahme mehrerer lokaler Mitarbeiter
  • Haftbefehl gegen CEO Mark Bristow wegen angeblicher Geldwäsche

"Wir streben eine einvernehmliche Lösung an", erklärt Barrick – doch die anhaltenden Störungen hinterlassen sichtbare Spuren in den Operations des Konzerns.

Strategische Kehrtwende: Verkäufe im großen Stil

Parallel zu den Problemen in Mali vollzieht Barrick eine deutliche Portfoliobeschleunigung. Das Unternehmen hat kürzlich den Verkauf seiner 50%-Beteiligung am Donlin-Gold-Projekt in Alaska für eine Milliarde US-Dollar angekündigt. Ein klarer Schritt, um sich von einem kapitalintensiven Großprojekt zu trennen.

Doch damit nicht genug: Barrick sucht offenbar auch Käufer für seine Hemlo-Mine in Ontario – die letzte verbliebene Mine des Konzerns in Kanada. Die Hemlo-Mine trug im letzten Jahr etwa 3,5% zur Gesamtproduktion bei. Ein Verkauf würde die Strategie untermauern, sich auf profitablere Kerngeschäfte zu konzentrieren.

Analysten gespalten – wohin geht die Reise?

Die Märkte bewerten diese gemischten Signale unterschiedlich:

  • National Bank Financial senkte die EPS-Schätzung für 2025 von 2,69 auf 2,35 US-Dollar, behält aber "Hold" bei
  • Andere Analysten sehen Potenzial und empfehlen "Buy" oder sogar "Strong Buy"
  • Der Konsens für das laufende Jahr liegt bei 2,24 US-Dollar EPS

Die entscheidende Frage bleibt: Kann Barrick die Mali-Krise lösen und gleichzeitig von seinen strategischen Verkäufen profitieren? Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Goldriese die Wende schafft – oder weiter unter Druck bleibt.

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