Barrick Gold Aktie: Streit eskaliert
Trotz Rekordzahlen und einer massiven Dividendenerhöhung kommt bei Barrick Gold keine Feierstimmung auf. Der Grund ist ein offener Konflikt mit dem Partner Newmont, der die strategischen Pläne des Minengiganten torpediert. Droht der geplante Milliarden-Börsengang der Nordamerika-Sparte nun zu platzen?
Partner blockiert Pläne
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht Barricks ambitioniertes Vorhaben, das Nordamerika-Geschäft in eine eigenständige Börsennotierung (IPO) auszulagern. Die Bewertung der neuen Einheit, die unter anderem die lukrativen Nevada Gold Mines umfasst, könnte über 60 Milliarden US-Dollar erreichen. Doch der Joint-Venture-Partner Newmont, der 38,5 Prozent an den Nevada-Minen hält, stellt sich quer.
Newmont pocht auf die Einhaltung bestehender Verträge und kritisiert öffentlich die operative Entwicklung. Der Vorwurf: Die Produktionsleistung in Nevada sei seit sechs Jahren rückläufig, eine "Verschlechterung der Performance" müsse erst adressiert werden. Newmont hat bereits signalisiert, Schritte einzuleiten, um den für Ende 2026 angedachten Börsengang notfalls zu blockieren oder zu verzögern.
Glänzende Bilanzen
Dabei liefern die heute präsentierten Geschäftszahlen eigentlich Rückenwind. Dank hoher realisierter Goldpreise steigerte Barrick den Jahresumsatz 2025 um satte 31 Prozent auf 16,96 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte auf 4,99 Milliarden US-Dollar.
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Anleger profitieren direkt von dieser Entwicklung. Das Unternehmen führt eine neue, performanceabhängige Dividendenpolitik ein, die 50 Prozent des freien Cashflows ausschüttet. Dies resultiert in einer Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar je Aktie. Der operative Cashflow erreichte im vierten Quartal mit 2,73 Milliarden US-Dollar einen neuen Höchststand.
Analysten uneinig
Die Expertenmeinungen zum strategischen Kurs gehen auseinander. Während CIBC das Kursziel zuletzt deutlich auf 71 US-Dollar anhob und auf einen Goldpreis von bis zu 6.000 US-Dollar spekuliert, zeigen sich andere Häuser vorsichtiger. ATB Capital senkte das Ziel für die kanadische Notierung leicht von 100 auf 94 kanadische Dollar, behielt aber die Einstufung "Outperform" bei.
Parallel dazu stellt sich das Management neu auf: Helen Cai übernimmt ab dem 1. März 2026 den Posten des CFO von Graham Shuttleworth. Dieser Wechsel gilt als Vorbereitung auf die geplante Umstrukturierung. Das Rekordergebnis beweist die fundamentale Stärke von Barrick, doch die weitere Kursentwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, ob eine Einigung mit Newmont über den umstrittenen Spin-off erzielt werden kann.
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