Barrick Gold Aktie: Milliarden-Streit gefährdet Spin-off
Barrick Gold steht vor einem außergewöhnlichen Dilemma: Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal 2025 Rekordergebnisse und erhöhte die Dividende dramatisch – doch ein eskalierender Rechtsstreit mit Joint-Venture-Partner Newmont bedroht die geplante Abspaltung nordamerikanischer Assets im Wert von 42 Milliarden Dollar.
Rekordquartal und Dividendensprung
Die Zahlen des vierten Quartals sprechen eine klare Sprache: Barrick produzierte 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer. Der Umsatz belief sich auf 6,00 Milliarden Dollar, der operative Cashflow auf 2,73 Milliarden Dollar. Das Ergebnis je Aktie stieg im Vergleich zum dritten Quartal um 88 Prozent auf 1,43 Dollar.
Die starke Liquiditätsgenerierung führte zu einer außergewöhnlichen Entscheidung: Der Vorstand genehmigte eine Quartalsdividende von 0,42 Dollar je Aktie – eine Steigerung um 140 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die Ausschüttung erfolgt am 16. März 2026. Künftig will Barrick 50 Prozent des frei verfügbaren Cashflows an Aktionäre zurückführen.
Der 42-Milliarden-Plan: Abspaltung der Nordamerika-Assets
Strategisch bedeutsamer als die Dividende ist die geplante Börseneinführung der nordamerikanischen Goldaktiva. Die neue Einheit soll Barricks 61,5-Prozent-Anteil an Nevada Gold Mines – dem weltgrößten Goldminenkomplex – sowie die Mine Pueblo Viejo und das Fourmile-Projekt umfassen. Geplant ist die Platzierung von 10 bis 15 Prozent der Anteile Ende 2026.
Das Fourmile-Projekt in Nevada gilt als Kernstück der Abspaltung. Barrick konnte die deklarierten Goldressourcen dort im zweiten Jahr in Folge verdoppeln: 2,6 Millionen Unzen indizierte und 13 Millionen Unzen abgeleitete Ressourcen. Die Explorationsausgaben sollen 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar steigen.
Newmonts Vorwürfe belasten die IPO-Pläne
Am 3. Februar 2026 stellte Newmont Corporation eine formelle Vertragsbruchmitteilung zu. Der Vorwurf: Barrick habe als Mehrheitsbetreiber von Nevada Gold Mines systematisch Ressourcen von der gemeinsamen Anlage auf das ausschließlich eigene Fourmile-Projekt umgeleitet. Newmont behauptet zudem, dass ein Börsengang der Einheit seiner Zustimmung bedürfe – und signalisierte eigenes Interesse am Erwerb der Nevada-Assets.
Die 30-tägige Abhilfefrist läuft Anfang März 2026 ab. Gelingt keine Einigung, droht eine gerichtliche Auseinandersetzung in Nevada. CEO Mark Hill wies die Vorwürfe zurück, kann sich aber aufgrund vertraglicher Bestimmungen öffentlich kaum äußern.
Goldpreis über 5.000 Dollar – historische Margen
Der Konflikt spielt sich vor einem historisch günstigen Hintergrund ab. Gold notiert konstant über 5.000 Dollar je Unze, aktuell nahe 5.121 Dollar. Barricks Tier-One-Assets – Minen mit mindestens 500.000 Unzen Jahresproduktion über zehn Jahre – arbeiten bei 70 Prozent Bruttomarge. Die All-in-Sustaining-Costs liegen zwischen 1.760 und 1.950 Dollar je Unze.
Für 2026 rechnet Barrick mit einer Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen und einer Kupferproduktion von 190.000 bis 220.000 Tonnen. Nach der Abspaltung will sich der verbleibende Konzern auf Kupfer konzentrieren: Bis 2030 soll das Metall 30 bis 40 Prozent zum EBITDA beitragen, unter anderem durch die 2-Milliarden-Expansion der Lumwana-Mine in Sambia.
Die kommenden Wochen werden entscheidend sein. Nach Ablauf der Frist Anfang März wird klar, ob der Nevada-Konflikt außergerichtlich gelöst werden kann oder sich zu einem langwierigen Rechtsstreit entwickelt – mit direkten Folgen für den Zeitplan des Börsengangs.
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