Barrick Gold Aktie: Mali-Desaster
Der kanadische Goldkonzern Barrick Gold steht vor den Trümmern seiner Mali-Strategie. Frische Regierungsdaten vom 16. Januar zeigen: Die Produktion im Flaggschiff-Komplex Loulo-Gounkoto ist 2025 um über 75 Prozent eingebrochen – von 22,5 auf nur noch 5,5 Tonnen Gold. Was zunächst wie ein vorübergehender Konflikt mit der Regierung aussah, entpuppt sich als handfeste Produktionskrise.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache
Malis Bergbauministerium legte am Donnerstag die vorläufigen Zahlen vor. Sie dokumentieren einen dramatischen Absturz: Loulo-Gounkoto, einst einer der profitabelsten Barrick-Standorte, sackte von 22,5 Tonnen (2024) auf magere 5,5 Tonnen Gold ab. Ein Minus von 75,6 Prozent.
Zum Vergleich: 2023 hatte der Komplex noch deutlich mehr als 20 Tonnen produziert. Die zweijährige Auseinandersetzung mit Bamako über verschärfte Minenbedingungen führte zu einer vorübergehenden Zwangsverwaltung. Zwar übernahm Barrick im Dezember offiziell wieder die Kontrolle, doch logistische Probleme verhinderten eine schnelle Erholung.
Besonders bitter: Konkurrent B2Gold überholte Barrick und wurde mit 17,5 Tonnen Jahresproduktion größter Goldproduzent Malis. Allied Gold folgt mit 9,58 Tonnen auf Platz zwei. Barrick ist nur noch Dritter.
Analysten werden nervös
Die Schwierigkeiten bleiben nicht ohne Folgen an der Börse. Am 15. Januar stufte Zacks Research die Aktie von "Strong Buy" auf "Hold" herab – Produktionssorgen als Hauptgrund. Das Konsensrating von 22 Analysten liegt zwar noch bei "Moderate Buy", doch die Unsicherheit wächst.
Jefferies Financial hält mit Kursziel 55 Dollar am "Buy"-Rating fest, Canaccord Genuity sieht sogar 57 Dollar als Ziel. Raymond James bleibt bei "Outperform" mit 42 Dollar. Doch die Frage bleibt: Kann Barrick die Mali-Produktion schnell genug hochfahren?
Im dritten Quartal 2025 sank die Goldproduktion konzernweit um 12 Prozent auf 829.000 Unzen. Der Absatz brach um 13 Prozent auf 837.000 Unzen ein. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Unternehmen – Loulo-Gounkoto ausgenommen – mit 3,15 bis 3,5 Millionen Unzen. 2024 waren es noch 3,91 Millionen.
Kursrally trotz Krise
Paradox: Trotz operativer Probleme legte die Aktie in sechs Monaten um 134 Prozent zu und liegt mit rund 49,64 Dollar nahe ihrem Jahreshoch von 50,51 Dollar. Der steigende Goldpreis kompensierte schwächere Volumen – im dritten Quartal übertrafen die Erlöse mit 4,19 Milliarden Dollar die Erwartungen um 23,2 Prozent.
Die institutionelle Quote von über 90 Prozent zeigt: Großanleger setzen auf mittelfristige Erholung. Das KGV von 24,12 wirkt angesichts der Unsicherheiten ambitioniert, das Forward-KGV von 14,97 liegt knapp unter dem Branchenschnitt.
Am 5. Februar 2026 legt Barrick die Jahreszahlen vor. Analysten erwarten für das vierte Quartal rund 881.000 Unzen Gold – 18 Prozent weniger als im Vorjahr. Ob die Mali-Einigung Ende 2025 tatsächlich eine Trendwende bringt, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen. Bis dahin bleibt der Konzern anfällig für weitere Enttäuschungen.
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