Barrick Gold Aktie: Führungswechsel
Barrick Gold krempelt sein Management um – ausgerechnet in einer Phase, in der Goldpreise jenseits der 5.000-Dollar-Marke dem Konzern Gewinnmargen bescheren, die sonst eher im Tech-Sektor zu finden sind. Gleich drei Spitzenpositionen werden neu besetzt, während CEO Mark Hill ins Board befördert wird. Doch hinter den Rekordgewinnen lauern operative Herausforderungen.
Neue Führungsriege installiert
Helen Cai übernahm zum 1. März das Amt der Chief Financial Officer und folgt damit auf Graham Shuttleworth. Cai bringt über 20 Jahre Erfahrung in den Bereichen Equity Research, Corporate Finance und M&A mit – unter anderem von Goldman Sachs und CICC. Seit November 2021 saß sie bereits im Barrick-Board.
Parallel dazu wurden James J. McGuire als Chief Legal and Policy Officer sowie Woo Lee als Chief Global Affairs Officer installiert. Die Neubesetzungen unterstreichen, wie wichtig dem Konzern das Thema Government Relations und Regulierung inzwischen geworden ist – gerade mit Blick auf komplexe Projekte in Schwellenländern.
CEO Mark Hill, der das operative Geschäft zuletzt stark vorangetrieben hatte, wurde vom Board zum President und CEO ernannt und als nicht-unabhängiges Mitglied in den Verwaltungsrat berufen. Seine Aufgabe: den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets vorbereiten.
Rekordquartal bei historischen Goldpreisen
Im vierten Quartal 2025 produzierte Barrick 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer. Der Umsatz belief sich auf 6,00 Milliarden Dollar, der operative Cashflow auf 2,73 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg gegenüber Q3 um 79 Prozent auf 1,04 Dollar.
Die Profitabilität profitiert massiv vom Goldpreis, der Anfang März 2026 weiterhin über 5.000 Dollar je Unze notiert. Bei All-In Sustaining Costs zwischen 1.400 und 1.600 Dollar ergibt sich für Barrick eine Bruttomarge von rund 70 Prozent pro geförderter Unze – ein Wert, den die Branche so noch nie gesehen hat.
Barrick passte seine Dividendenpolitik an und knüpft Ausschüttungen künftig enger an den Free Cashflow. Die erste Anwendung dieser Regel führt zu einer Quartalsdividende von 0,42 Dollar je Aktie, zahlbar am 16. März.
Fourmile-Projekt und IPO-Pläne
Das unternehmenseigene Fourmile-Projekt in Nevada hat seine deklarierten Goldressourcen zum zweiten Mal in Folge verdoppelt: 2,6 Millionen Unzen in der Kategorie „Indicated" und 13 Millionen Unzen „Inferred". Die Explorationsausgaben sollen 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar steigen – nach 91 Millionen im Vorjahr.
Noch in diesem Jahr plant Barrick den Börsengang seiner Joint-Venture-Beteiligungen an Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo sowie der Fourmile-Lagerstätte. Das Management erhofft sich dadurch eine bessere Bewertung des nordamerikanischen Portfolios. Analysten warnen jedoch, dass der IPO-Prozess die Konzentration auf das operative Geschäft schwächen könnte – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Nevada Gold Mines höchste Aufmerksamkeit benötigt.
Nevada unter Kostendruck
Das Joint Venture Nevada Gold Mines – zu 61,5 Prozent von Barrick und zu 38,5 Prozent von Newmont gehalten – steht unter Beobachtung. Als größter Goldkomplex der Welt sieht sich NGM 2026 mit steigenden Erhaltungsinvestitionen konfrontiert. Treiber sind komplexe Anforderungen im Tailings-Management und intensivierte Wassersanierungsmaßnahmen.
Für 2026 prognostiziert Barrick eine Goldproduktion von 2,90 bis 3,25 Millionen Unzen – nach 3,26 Millionen Unzen in 2025 (bereinigt um verkaufte Assets: 3,03 Millionen). Die Kupferproduktion soll auf 190.000 bis 220.000 Tonnen steigen, wobei Großprojekte wie die Lumwana Super Pit-Erweiterung in Sambia und Reko Diq in Pakistan eine zentrale Rolle spielen.
Prüfstein für langfristigen Wert
Barrick steht im März 2026 an einem Wendepunkt: neue Führung, neue Dividendenpolitik, anstehender Börsengang und Rekordgewinne durch außergewöhnlich hohe Goldpreise. Die eigentliche Bewährungsprobe wird sein, ob das Unternehmen den kurzfristigen Preisschub durch disziplinierte Kapitalallokation in dauerhaften Shareholder Value verwandeln kann. Die Details zum nordamerikanischen IPO dürften in den kommenden Wochen Klarheit bringen.
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