Rekordzahlen und eine massive Dividendenerhöhung sollten eigentlich für Jubelstimmung sorgen. Doch der Goldriese Barrick steht vor einem ernsthaften Konflikt, der die strategischen Pläne des Konzerns bedroht. Während die Kassen dank des hohen Goldpreises klingeln, stellt sich der wichtigste Partner Newmont quer und attackiert die geplante Abspaltung der nordamerikanischen Vermögenswerte öffentlich.

Partner blockiert Pläne

Der Konflikt entzündete sich am vergangenen Montag, als Newmont eine scharfe Stellungnahme zu Barricks IPO-Vorbereitungen veröffentlichte. Barrick plant, bis Ende 2026 einen Minderheitsanteil von 10 bis 15 Prozent seiner nordamerikanischen Goldaktivitäten an die Börse zu bringen. Dazu gehört auch das Herzstück Nevada Gold Mines, ein Joint Venture, an dem Barrick 61,5 Prozent und Newmont 38,5 Prozent hält.

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Newmont kritisiert offen eine "Verschlechterung der Leistung und des Vermögenswerts" bei Nevada Gold Mines in den letzten sechs Jahren. Der Partner pocht auf die Einhaltung vertraglicher Schutzrechte, was Analysten als klare Drohung interpretieren: Newmont könnte versuchen, den Börsengang über Vorkaufsrechte oder Zustimmungsklauseln zu blockieren. Ziel sei es, den angeblichen Leistungsabfall umzukehren.

Glänzende Bilanz im vierten Quartal

Operativ läuft es für Barrick hingegen rund. Die am 5. Februar vorgelegten Zahlen für das vierte Quartal 2025 übertrafen die Erwartungen deutlich:
* Umsatz: 6,00 Milliarden US-Dollar (+65 % im Jahresvergleich).
* Gewinn: Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 1,04 US-Dollar und schlug damit die Analystenschätzungen von 0,90 US-Dollar klar.
* Cashflow: Der operative Cashflow erreichte starke 2,73 Milliarden US-Dollar.

Verantwortlich für diesen Sprung waren neben der soliden Produktion vor allem die historisch hohen Goldpreise. Für das Gesamtjahr 2026 kalkuliert der Konzern nun mit Kosten (AISC) zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar je Unze, basierend auf einem angenommenen Goldpreis von 4.500 US-Dollar.

Geldregen für Aktionäre

Als direkte Folge der starken Cash-Generierung schüttet Barrick massiv Kapital aus. Die Quartalsdividende wurde gegenüber dem Vorquartal um 140 Prozent auf 0,42 US-Dollar je Aktie angehoben.

Gleichzeitig verankerte das Management eine neue Ausschüttungspolitik: Künftig sollen jährlich 50 Prozent des freien Cashflows an die Anteilseigner fließen. Dies setzt sich aus einer fixen Basisdividende und einer erfolgsabhängigen Komponente am Jahresende zusammen. Zusätzlich kaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar zurück.

Führung geklärt, Mali-Streit beendet

Neben den Zahlen schaffte Barrick auch auf personeller und politischer Ebene Klarheit. Mark Hill, der das Unternehmen seit September 2025 interimistisch führte, wurde nun offiziell zum CEO ernannt. Zudem konnte der monatelange Streit mit der Militärregierung in Mali beigelegt werden. Eine Zahlung von rund 430 Millionen US-Dollar sicherte dem Konzern im November 2025 die Kontrolle über den wichtigen Loulo-Gounkoto-Komplex und die Freilassung festgesetzter Mitarbeiter.

Mit der geklärten Führungsfrage und der starken Bilanz im Rücken richtet sich der Blick nun auf den Konflikt mit Newmont. Ob der geplante Teilbörsengang der Nordamerika-Sparte unter diesen Vorzeichen wie geplant bis Ende 2026 realisiert werden kann, hängt maßgeblich von einer Einigung mit dem Joint-Venture-Partner ab.

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