Die Aktie von Banca MPS geriet gestern unter deutlichen Verkaufsdruck, nachdem UniCredit vorgestern jegliches Übernahmeinteresse kategorisch zurückgewiesen hatte. Das setzte eine zuvor in den Kursen eingepreiste Übernahmeprämie außer Kraft – und das trotz einer sehr erfolgreichen Anleiheemission des Hauses. Kann die starke Platzierung den Abverkauf stoppen? Kurzfristig hat sie das nicht getan.

UniCredit dementiert Übernahme

Vorgestern bezeichnete UniCredit die Spekulationen über einen Einstieg bei Banca MPS als „spekulativ und unbegründet“. Die Bank betonte, dass interne Analysen und Gespräche nicht auf eine bevorstehende Transaktion hindeuten. Diese Klarstellung löste den stärkeren Kursrückgang aus, weil Marktteilnehmer damit eine mögliche Übernahmequelle ausklammerten. Der Verkauf richtete sich auch gegen Positionen großer Anteilseigner, die zuvor im Fokus der Spekulation standen.

Erfolgreiche Covered-Bond-Platzierung

Gestern hingegen gelang Banca MPS eine sehr gut nachgefragte Emission im Rentenmarkt. Die Platzierung zeigte, dass das Institut Zugang zu Kapital hat — ein wichtiges Signal für die Finanzierungslage.

Wesentliche Eckdaten der Emission:
- Volumen: €750 Mio. (Conditional Pass Through Covered Bond)
- Nachfrage: über €2,4 Mrd. (mehr als dreifach überzeichnet)
- Laufzeit: bis 22. Januar 2030
- Kupon: 2,625 % p.a.
- Spread: 30 Basispunkte über Mid-Swap
- Geografische Verteilung: 36 % Italien, Rest Nordics, UK und weitere europäische Investoren

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Die Endpreisfestsetzung lag deutlich enger als initiale Guidance, was auf Vertrauen in das Kreditprofil schließen lässt. Dennoch reichte diese positive Aufnahme bislang nicht aus, um die negative Reaktion am Aktienmarkt zu neutralisieren.

Governance im Fokus

Parallel sorgten Berichte über interne Spannungen für zusätzliche Unsicherheit. Medien hatten einen möglichen Konflikt zwischen CEO Luigi Lovaglio und Großaktionär Francesco Gaetano Caltagirone in Zusammenhang mit der Strategie, insbesondere zur Rolle von Mediobanca, thematisiert. Die Caltagirone-Gruppe wies die Spekulationen als „fehl am Platz“ zurück und nannte die Verknüpfung mit der Generali-Beteiligung eine „manipulative Interpretation“. Gleichzeitig bestätigte die Gruppe, dass es seit mehreren Wochen keinen Kontakt zwischen Caltagirone und dem CEO gebe.

Banca MPS muss zudem einen neuen industriellen Plan bei der EZB einreichen. Diese bevorstehende Vorlage bleibt ein konkreter, entscheidender Zeitpunkt für die Einschätzung des Geschäftsmodells und damit für die weitere Kursentwicklung.

Fazit: Die erfolgreiche Anleihe stärkt die Finanzierungsposition, hat den Aktienabverkauf gestern aber nicht gestoppt. Kurzfristig dürfte die Einreichung des neuen Plans bei der EZB die klarste Richtung für die Stimmung am Markt liefern.

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