ASML Aktie: Starke Zahlen, neue Führung
ASML hat 2025 ein Rekordjahr hingelegt — und bereitet sich nun auf einen konzentrierten Zeitraum wichtiger Weichenstellungen vor. Rekordbestellungen, ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm und eine erneuerte Führungsriege stehen auf der Agenda. Gleichzeitig bleibt China das dominierende Risikothema.
Rekordbuchungen und solider Ausblick
Das Geschäftsjahr 2025 schloss ASML mit einem Nettoumsatz von 32,7 Milliarden Euro ab, bei einer Bruttomarge von 52,8 Prozent und einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro. Besonders bemerkenswert: Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende 38,8 Milliarden Euro, die Leistungsverpflichtungen sogar 46,5 Milliarden Euro. Rund 65 Prozent davon sollen innerhalb von zwölf Monaten in Umsatz umgewandelt werden — ein klares Zeichen für die Planungssicherheit, die das Unternehmen in einem unsicheren Marktumfeld genießt.
EUV-Systeme machten 2025 bereits 48 Prozent des Umsatzes aus. Allein im vierten Quartal beliefen sich die Nettobuchungen auf 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden Euro aus dem EUV-Segment. Treiber ist die anhaltend starke Nachfrage nach Halbleitern für KI-Anwendungen — von Kunden wie TSMC, Samsung, Micron und SK Hynix.
Für 2026 erwartet CEO Christophe Fouquet einen Gesamtumsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Das erste Quartal soll zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro liegen.
Neue Gesichter im Vorstand
Auf der Hauptversammlung am 22. April in Veldhoven stehen mehrere personelle Entscheidungen an. Marco Pieters soll als neuer Chief Technology Officer in den Vorstand einziehen — eine neu geschaffene Rolle, die ASMLs Technologiestrategie strukturell verankert. CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury werden zur Wiederwahl vorgeschlagen.
Im Aufsichtsrat gibt es einen deutlicheren Umbruch: Alexander Everke scheidet aus, ebenso enden die Amtszeiten von Terri Kelly und An Steegen. Als neues Mitglied nominiert der Aufsichtsrat Benjamin Loh, langjähriger CEO von ASM International, der über drei Jahrzehnte Erfahrung in der Halbleiterindustrie mitbringt.
China: Schlagzeile, kein Strukturbruch
Berichte über chinesische Bestrebungen, ein eigenes EUV-Ökosystem aufzubauen, sorgten kurzzeitig für Kursdruck — die Aktie verlor zwischenzeitlich rund 5,5 Prozent, erholte sich dann aber wieder um etwa 5 Prozent. Die Reaktion zeigt, wie sensibel der Markt auf China-Meldungen reagiert.
Dass China ASML kurzfristig ersetzen kann, gilt in der Branche als unrealistisch. Die EUV-Systeme bestehen aus rund 100.000 Komponenten von 5.000 spezialisierten Zulieferern weltweit. Chinesische Halbleiterexperten selbst räumten in einem Fachbeitrag ein, dass der Aufbau eines vergleichbaren Ökosystems eine koordinierte nationale Kraftanstrengung bis mindestens 2030 erfordern würde. Zudem meldete ASML im Februar einen technischen Durchbruch: Die EUV-Lichtquelle erreichte erstmals 1.000 Watt nutzbarer Leistung — gegenüber 600 Watt in aktuellen Systemen — was den Waferdurchsatz bis 2030 auf 330 Einheiten pro Stunde steigern soll.
Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz dürfte 2026 auf rund 20 Prozent sinken, nach einem erhöhten Niveau in 2025. Diesen Rückgang kompensieren die beschleunigten Investitionszyklen der nicht-chinesischen Chipkunden. Am 15. April — eine Woche vor der Hauptversammlung — legt ASML die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, ob der starke Auftragsbestand die Prognose stützt.
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