ASML hat am Donnerstag Börsengeschichte geschrieben und erstmals die Bewertungsschallmauer von 500 Milliarden Dollar durchbrochen. Der niederländische Chipausrüster markierte dabei ein neues Allzeithoch und zementierte seinen Status als wertvollstes Technologieunternehmen Europas. Verantwortlich für die massive Kaufwelle war eine überraschend offensive Investitionsprognose des wichtigsten Kunden TSMC, die das Vertrauen in den langanhaltenden KI-Boom neu entfacht hat.

TSMC liefert den Treibstoff

Der direkte Auslöser für die Rallye war der Quartalsbericht von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC). Der weltgrößte Auftragsfertiger kündigte an, seine Investitionsausgaben (Capex) für das Jahr 2026 massiv auf 52 bis 56 Milliarden Dollar zu erhöhen. Dieser Schritt signalisiert eine ungebrochen hohe Nachfrage nach fortschrittlichen KI-Chips und übertraf die Erwartungen vieler Marktbeobachter deutlich.

Für ASML ist diese Nachricht von fundamentaler Bedeutung. Als weltweit einziger Anbieter von EUV-Lithografiemaschinen (Extreme Ultraviolett) ist das Unternehmen der "Schaufelverkäufer" im Goldrausch der Halbleiterindustrie. Ohne die hochkomplexen Anlagen der Niederländer können die modernsten Chips, die TSMC fertigen will, physikalisch nicht hergestellt werden. Die angekündigten Milliardensummen aus Taiwan fließen somit zu einem signifikanten Teil direkt in die Auftragsbücher von ASML.

Analysten sehen "Superzyklus"

Die Reaktion der Finanzwelt ließ nicht lange auf sich warten. Mehrere Großbanken passten am 15. Januar ihre Einschätzungen an. Bernstein stufte die Aktie auf "Outperform" hoch und bezeichnete ASML als Top-Favoriten für 2026, da man am Beginn eines neuen Speicherchip-"Superzyklus" stehe.

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Auch Institute wie RBC Capital und JP Morgan äußerten sich positiv. Der Tenor: Die konkreten Ausgabenpläne von TSMC nehmen das Risiko aus den mittelfristigen Auftragsprognosen von ASML. Wells Fargo und UBS bestätigten ihre Kaufempfehlungen und verwiesen auf die sich beschleunigende Nachfrage nach der 2-Nanometer-Technologie, die noch mehr EUV-Kapazitäten erfordert.

Europas Tech-Elite

Mit dem Sprung über die 500-Milliarden-Dollar-Marke steigt ASML in die absolute Elite der europäischen Aktien auf und gesellt sich zu Schwergewichten wie LVMH und Novo Nordisk. Die Aktie schloss den Handelstag bei 1.331,60 USD und baut damit ihre Jahresperformance auf beachtliche 14,42 % aus.

Investoren vollziehen derzeit eine Sektor-Rotation: Nachdem in den vergangenen Jahren vor allem Chip-Designer wie Nvidia im Fokus standen, rückt 2026 die Infrastruktur in den Vordergrund. Der Markt realisiert, dass der KI-Ausbau von der spekulativen Phase in die industrielle Fertigung übergeht – und dafür ist Hardware von ASML unverzichtbar.

Der Blick richtet sich nun auf den 28. Januar 2026. An diesem Datum wird ASML seine eigenen Quartalszahlen vorlegen. Anleger erwarten dann die Bestätigung, dass sich die Pläne von TSMC bereits in konkreten Auftragseingängen niedergeschlagen haben.

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