Kurz vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen kehrt die Zuversicht bei dem niederländischen Ausrüster zurück. Während der Gesamtmarkt besorgt auf drohende Handelskonflikte blickt, sorgt eine Großbank für Aufsehen. Sind die Gewinnerwartungen für die kommenden Jahre womöglich viel zu niedrig angesetzt?

UBS sieht enormes Potenzial

Die UBS sorgte am Mittwochmorgen für Bewegung im Handel: Analyst Francois-Xavier Bouvignies bestätigte nicht nur die Kaufempfehlung, sondern schraubte das Kursziel deutlich von 1.030 auf 1.400 Euro nach oben. Dieser optimistische Vorstoß impliziert ein erhebliches Aufwärtspotenzial vom aktuellen Kursniveau, das sich am Stuttgarter Markt bei gut 1.137 Euro stabilisierte.

Der Grund für diese positive Einschätzung liegt in einer fundamentalen Abweichung vom Marktkonsens. Die UBS kalkuliert für die Jahre 2026 und 2027 mit einem Gewinn je Aktie, der rund 25 Prozent über den durchschnittlichen Analystenschätzungen liegt.

Untermauert wird diese Prognose durch die Investitionspläne der Schlüsselkunden. Vor allem der taiwanische Auftragsfertiger TSMC plant erhöhte Ausgaben, was direkt dem Orderbuch für ASMLs EUV-Lithografiesysteme zugutekommt. Auch die Nachfrage aus China bleibt ein wichtiger Treiber. Die UBS steht mit ihrer bullischen Haltung nicht allein: Erst kürzlich rief RBC Capital ein Ziel von 1.550 US-Dollar aus, während Bernstein Research die Aktie auf „Outperform“ hochstufte.

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Zölle belasten die Stimmung

Trotz der starken fundamentalen Aussichten durch den KI-Boom bremsen politische Risiken die Euphorie an der Börse. Berichte über geplante US-Zölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus EU-Ländern ab dem 1. Februar 2026 sorgen für Verunsicherung.

Der Halbleitersektor befindet sich in einem Spannungsfeld: Einerseits treibt der Ausbau der KI-Infrastruktur die technologische Nachfrage auf Rekordniveaus. Andererseits fürchten Anleger die Auswirkungen der Handelspolitik. Da rund 16 Prozent des ASML-Umsatzes auf den US-Markt entfallen und gleichzeitig Exportbeschränkungen nach China ein Dauerthema bleiben, wird jeder politische Schritt genau beobachtet.

Blick auf den 28. Januar

Der Fokus richtet sich nun auf den kommenden Mittwoch, wenn ASML vor Börsenbeginn die Zahlen zum vierten Quartal präsentiert. Analysten erwarten im Schnitt einen Umsatz von 11,09 Milliarden Dollar sowie einen Gewinn je Aktie von 8,84 Dollar.

Weit wichtiger als der Rückblick dürfte jedoch der Auftragseingang sein. Marktbeobachter achten genau darauf, ob sich die Neubestellungen im Bereich von acht bis neun Milliarden Euro bewegen. Ein solcher Wert würde die These stützen, dass der Ausbau der KI-Kapazitäten an Fahrt gewinnt. Dies könnte der nötige Katalysator sein, um die Aktie trotz der geopolitischen Störfeuer aus ihrer Konsolidierung nahe dem 52-Wochen-Hoch zu lösen.

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