ASML Aktie: Analysten treiben Fantasie
Ein einziger Analystenentscheid sorgt für Rückenwind: Bernstein Research hat ASML zur „Top-Empfehlung“ im europäischen Chipsektor erklärt und das Kursziel deutlich nach oben gesetzt. Im Zentrum steht nicht mehr nur das klassische Logikgeschäft, sondern der nächste Ausbauschub im Speichersegment rund um KI-Rechenzentren. Die Frage, die dahinter steht: Wie stark kann ASML von dieser neuen Investitionswelle tatsächlich profitieren?
Bernstein-Upgrade als Kurstreiber
Auslöser der aktuellen Bewegung ist eine deutliche Hochstufung durch Bernstein Research. Die Analysten haben das Rating von „Market Perform“ auf „Outperform“ angehoben und das Kursziel von zuvor 935 auf 1.528 US-Dollar kräftig erhöht. Aus ihrer Sicht spiegelt die bisherige Bewertung das künftige Wachstumspotenzial nicht ausreichend wider.
Bernstein sieht eine Diskrepanz zwischen der aktuellen Marktbewertung und den fundamentalen Aussichten des Konzerns. Mit dem Upgrade stufen die Experten den Titel gleichzeitig als „Top Pick“ im europäischen Halbleitersektor ein. Der Fokus liegt vor allem auf der Rolle von ASML in einem strukturell wachsenden Teilmarkt.
KI und Speicherchips als Wachstumsmotor
Die zentrale These von Bernstein: Das Wachstum im Speicherchipbereich – insbesondere bei DRAM – wurde bisher unterschätzt. Bisher kamen viele Impulse für ASML aus dem Logiksegment, etwa von Prozessoren für klassische Rechenzentren und Endgeräte.
Mit dem Boom von KI-Servern verschiebt sich der Schwerpunkt. Hersteller wie Samsung, SK Hynix und Micron bauen ihre Kapazitäten deutlich aus, um die steigende Nachfrage nach Hochleistungsspeicher zu bedienen. Besonders im Fokus steht High Bandwidth Memory (HBM), der für KI-Berechnungen essenziell ist und hochmoderne Belichtungstechnik erfordert.
Hier kommt ASML ins Spiel: Als alleiniger Anbieter von EUV-Lithographiesystemen profitiert das Unternehmen direkt von den steigenden Investitionen. Laut Bernstein werden zudem frühere Engpässe in Reinräumen abgebaut, was die Auslieferungen 2026 und 2027 beschleunigen dürfte. Das stützt die Annahme eines neuen Investitionszyklus in der Branche, der vor allem von KI-Anwendungen getrieben wird.
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Marktreaktion und technische Lage
An der Börse stieß das neue Votum unmittelbar auf Resonanz. Die Aktie hat in der laufenden Woche deutlich zugelegt und gestern bei 1.053,20 Euro geschlossen, was einem Plus von rund 14 % innerhalb von sieben Tagen entspricht. Damit notiert der Titel klar über den wichtigen gleitenden Durchschnitten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage – ein technisches Signal für einen etablierten Aufwärtstrend.
Mit dem nachhaltigen Sprung über die Marke von 1.000 Euro wurde ein zuvor hartnäckiger Widerstand aus der Konsolidierungsphase überwunden. Der Kurs liegt nur noch wenige Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch, während der Abstand zum Tief des vergangenen Jahres enorm ist. Charttechnisch hat die Aktie damit frühere negative Strukturen aus dem Vorjahr hinter sich gelassen, die positive Grundstimmung wird durch erhöhte Umsätze untermauert.
Blick auf Zahlen und Auftragseingang
Operativ richtet sich der Blick nun auf den nächsten konkreten Prüfstein: Am 28. Januar 2026 will ASML die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorlegen. Der Marktkonsens erwartet Q4-Umsätze von rund 9,5 Milliarden Euro.
Besondere Aufmerksamkeit dürfte dem Auftragseingang gelten, vor allem bei High-NA-EUV-Systemen. Diese nächste Generation der Lithografie ist entscheidend für Strukturen unter 2 Nanometern und damit ein Schlüssel für kommende Chip-Generationen im KI-Bereich. Starke Bestellungen in diesem Segment würden die Bernstein-These stützen, dass die Halbleiterindustrie vor einer neuen Expansionsphase steht – mit ASML als zentralem Profiteur dieses KI-getriebenen Investitionszyklus.
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