Der niederländische Chip-Ausrüster ASML befindet sich auf der Überholspur. Getrieben durch den ungebrochenen KI-Boom überschlagen sich Analysten derzeit mit neuen Kurszielen und positiven Prognosen für das Schwergewicht. Während die Aktie bereits stark gelaufen ist, sehen Experten von Morgan Stanley und UBS noch lange kein Ende der Fahnenstange – im besten Fall werden sogar Kurse bis zu 2.000 Euro für möglich gehalten.

Morgan Stanley und UBS erhöhen Druck

Morgan Stanley hat den gesamten europäischen Halbleitersektor auf "Overweight" hochgestuft und positioniert ASML dabei als Top-Favoriten. Die Investmentbank erhöhte ihr Kursziel auf 1.400 Euro und verweist auf erwartete Gewinnsteigerungen im Jahr 2027. Besonders bemerkenswert ist das "Bull Case"-Szenario der Analysten: Sollten die Tech-Bewertungen weiter steigen und die Gewinne die Erwartungen übertreffen, hält Analyst Lee Simpson einen Anstieg der Aktie auf bis zu 2.000 Euro für denkbar.

Auch die UBS schloss sich dem Optimismus an und hob ihr Kursziel deutlich von 1.030 auf 1.400 Euro an. Das Analystenteam liegt mit seinen Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 nun rund 25 Prozent über dem Marktkonsens. Zwar gibt es laut UBS durchaus Zweifel an der langfristigen Nachhaltigkeit der KI-Investitionen, doch kurz- bis mittelfristig sei die Dynamik schlicht zu stark, um sie zu ignorieren.

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RBC Capital startete die Beobachtung derweil mit einem "Outperform"-Rating. Die Experten sehen vor allem in der Speicherchip-Sparte und der steigenden Nutzung der Lithographie-Technologie nachhaltige Wachstumstreiber.

TSMC liefert entscheidenden Rückenwind

Fundamental gestützt wird diese Euphorie durch den wichtigsten Kunden TSMC. Der taiwanesische Auftragsfertiger gab kürzlich eine Investitionsprognose (Capex) von 52 bis 56 Milliarden US-Dollar für 2026 ab, was die Erwartungen des Marktes deutlich übertraf. Diese massiven Ausgaben fließen zu einem großen Teil in die fortschrittlichen Fertigungsmaschinen von ASML und bestätigen die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Diese positive Nachrichtenlage spiegelt sich auch im Kursverlauf wider. Seit Jahresanfang legte das Papier bereits um rund 16 Prozent zu und notiert aktuell bei 1.140,80 Euro in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch.

Quartalszahlen im Fokus

Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich nun auf den 28. Januar, wenn ASML seine Ergebnisse für das vierte Quartal präsentiert. Marktbeobachter, insbesondere die UBS, rechnen damit, dass das Unternehmen einen Ausblick auf ein Umsatzwachstum von 10 bis 20 Prozent für das Jahr 2026 geben könnte. Zudem wird spekuliert, ob der Auftragseingang im vierten Quartal historische Höchststände von 8 bis 9 Milliarden Euro erreicht hat.

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