Nach einem heftigen Sektor-Abverkauf stabilisiert sich das Papier des Seltene-Erden-Entwicklers wieder im Bereich von 0,30 AUD. Während Anleger noch den Schock bei der Konkurrenz verdauen, sorgt die australische Regierung für neue Zuversicht. Bietet der Staat nun die nötige Sicherheit für das geplante Großprojekt?

Dominoeffekt gestoppt

Der jüngste Kursrutsch war nicht hausgemacht. Auslöser für die Nervosität im Sektor war der angekündigte Rücktritt von Amanda Lacaze als CEO beim Branchenprimus Lynas am 12. Januar. Diese Nachricht zwang Investoren zu einer Neubewertung ihrer Positionen im gesamten Seltene-Erden-Segment.

In der Folge sackte die Arafura-Aktie am 13. Januar um 7,81 Prozent auf 0,295 AUD ab. Begleitet wurde dieser Rückgang von einem außergewöhnlich hohen Handelsvolumen von 64,1 Millionen Aktien – ein klares Indiz für Umschichtungen institutioneller Adressen. Gestern folgte eine leichte Erholung um 1,69 Prozent auf 0,30 AUD. Technisch betrachtet findet der Titel nun Unterstützung bei 0,29 AUD, während bei 0,32 AUD ein Widerstand wartet.

Milliarden-Paket als Kurstreiber

Für die Stabilisierung sorgt vor allem eine politische Weichenstellung. Ressourcenministerin Madeleine King konkretisierte am 12. Januar die Pläne für eine strategische Reserve für kritische Mineralien im Volumen von 1,2 Milliarden AUD. Entscheidend für Anleger: Das Nolans-Projekt von Arafura wurde explizit als einer der Hauptbegünstigten genannt.

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Die Initiative umfasst Preisuntergrenzen, um Produzenten vor Marktmanipulationen zu schützen, sowie Abnahmevereinbarungen. Arafura-CEO Darryl Cuzzubbo begrüßte insbesondere den geplanten Differenzkontrakt-Mechanismus (CFD). Dieser teilt Risiken und Chancen: Bei niedrigen Marktpreisen zahlt der Staat einen Ausgleich, bei hohen Preisen partizipiert die Regierung an den Gewinnen.

Finanzierung und Bewertung

Der Rücksetzer unterbricht eine beeindruckende Rallye, die dem Papier im Jahr 2025 ein Plus von rund 135 Prozent bescherte. Getrieben wurde dieser Lauf durch den Einstieg der Bergbau-Milliardärin Gina Rinehart, deren Unternehmen Hancock Prospecting mittlerweile etwa 15,7 Prozent der Anteile hält, sowie durch umfangreiche Fremdkapitalzusagen.

Aktuelle Marktberichte vom 13. Januar deuten zudem auf eine mögliche weitere Finanzierungsspritze von rund 1,05 Milliarden US-Dollar hin, die eine der letzten großen Kapitalhürden beseitigen könnte. Diese hohen Erwartungen spiegeln sich in der Bewertung wider: Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 9,2 notiert Arafura deutlich über dem Branchendurchschnitt von 2,6, obwohl das Unternehmen noch keine Umsätze generiert und Verluste schreibt.

Der entscheidende Impuls steht im laufenden ersten Quartal 2026 bevor: Die finale Investitionsentscheidung (FID) für das Nolans-Projekt. Ein positives Votum wäre der Startschuss für den Bau von Australiens erster voll integrierter Verarbeitungsanlage für Seltene Erden. Der weitere Kursverlauf hängt nun maßgeblich davon ab, ob dieser Zeitplan eingehalten wird und die Konstruktion zügig beginnen kann.

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