Arafura Aktie: Hintergrundinformationen!
Die Arafura-Aktie schwankt stark, während der Seltene-Erden-Entwickler bei der Finanzierung seines Kernprojekts Nolans vor einer entscheidenden Weiche steht. Das Management peilt eine Final Investment Decision (FID) im ersten Quartal 2026 an. Rund 1,05 Milliarden US-Dollar an potenziellen Ankerfinanzierungen stehen dabei im Mittelpunkt der Marktbeobachtung.
Deutliche Kursschwankungen und hohes Volumen
Der Kursverlauf der vergangenen Tage zeigt extreme Ausschläge. Am 12. Januar sprang die Aktie um mehr als 8 %, ausgelöst durch Nachrichten über australische Regierungsunterstützung für kritische Rohstoffe. Bereits kurz darauf folgten deutliche Rücksetzer: Am 13. Januar verlor der Titel 9,23 %, am 15. Januar weitere 8,20 %.
Wichtige Handelsdaten der vergangenen Woche:
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- Januar Schlusskurs: 0,285 A$ (+1,79 %)
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- Januar: 0,28 A$ (-8,20 %)
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- Januar: 0,295 A$ (-9,23 %)
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- Januar: 0,32 A$ (+6,67 %)
- 52-Wochen-Spanne: 0,11 A$ – 0,62 A$
- Jahresperformance 2025: +134,78 %
Auffällig ist das Handelsvolumen: Am 12. Januar wechselten 86,5 Millionen Aktien den Besitzer, fast doppelt so viel wie im Tagesdurchschnitt.
Milliardenpaket für Nolans formt sich
Für das Nolans-Projekt werden Vorlaufinvestitionen von rund 1,226 Milliarden US-Dollar (etwa 1,9 Milliarden A$) veranschlagt. Einschließlich Working Capital, Finanzierungskosten und Sicherheiten übersteigt der Gesamtfinanzierungsbedarf 1,5 Milliarden US-Dollar. Arafura hat dafür eine vielschichtige Struktur mit mehreren staatlich gestützten Kapitalquellen aufgesetzt:
- 475 Millionen A$ Kapitalerhöhung mit institutionellen Investoren (Ende 2025 abgeschlossen), davon 125 Millionen A$ als Ankerinvestment von Hancock Prospecting
- Beteiligung von Hancock Prospecting nach der Transaktion: rund 15,6 %
- 775 Millionen US-Dollar bedingte vorrangige Fremdfinanzierung von Exportkreditagenturen
- 200 Millionen A$ von der australischen National Reconstruction Fund Corporation
- Bis zu 100 Millionen US-Dollar bedingtes Eigenkapital von Export Finance Australia
- Bis zu 100 Millionen Euro potenzielle Beteiligung aus dem deutschen Rohstofffonds
- 300 Millionen US-Dollar Letter of Interest von der US-Export-Import-Bank
Offene Eigenkapitalkomponente als Schlüsselfaktor
Trotz der bereits zugesagten Mittel ist ein wesentlicher Eigenkapitalanteil noch nicht gesichert. Diese Lücke ist die zentrale Voraussetzung für die FID: Ohne vollständige Eigenkapitalfinanzierung kann weder die endgültige Projektfreigabe noch der Baubeginn erfolgen.
Bewertung deutlich über Branchenschnitt
Die Aktie wird aktuell mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 8,9 gehandelt. Damit liegt sie klar über dem Durchschnitt der Vergleichsunternehmen (4,6) und deutlich über dem breiteren australischen Metall- und Minensektor (2,7). Für ein vor dem Produktionsstart stehendes Unternehmen mit jährlichen Verlusten von 19,24 Millionen A$ signalisiert diese Bewertung hohe Erwartungen an den Erfolg von Nolans.
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,23 Milliarden A$. Analystenkursziele bewegen sich zwischen 0,19 A$ und 0,35 A$, im Mittel bei 0,27 A$ und damit ungefähr auf dem Niveau der jüngsten Notierungen.
Strategische Bedeutung von Nolans
Nolans zählt zu nur zwei Projekten, die im Rahmen des im Oktober 2025 unterzeichneten US-Australien-Abkommens zu kritischen Mineralien priorisiert wurden. Nach Fertigstellung soll die Anlage jährlich etwa 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr) produzieren und damit rund 4 % des weltweiten Angebots an magnetrelevanten Seltenen Erden stellen.
Bereits bestehende Abnahmeverträge mit Hyundai, Kia und Siemens Gamesa Renewable Energy sorgen für eine gewisse Nachfragesicherheit. Erste Lieferungen sind ab 2026 vorgesehen; von der FID bis zum Produktionsstart werden rund 42 Monate veranschlagt.
Nächste Schritte bis zur FID
Das Management zeigt sich zuversichtlich, die noch fehlenden Eigenkapitalkomponenten rechtzeitig zu strukturieren und damit die Bedingungen der Fremdfinanzierungen zu erfüllen. In den kommenden Wochen entscheidet sich, ob Arafura den Übergang von der Projektplanung in die Bauphase schafft – und damit die aktuell hohe Bewertung untermauern oder in Frage stellen wird.
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