Apple hat in den vergangenen Wochen auf mehreren Schauplätzen gleichzeitig agiert: Preiszugeständnisse gegenüber chinesischen Behörden, eine neue Hardware-Welle und konkrete Vorbereitungen für das erste faltbare iPhone. Das Bild, das sich dabei ergibt, ist vielschichtiger als ein typischer Produktzyklus.

Konzession in China, Druck aus Peking

Ab dem 15. März gilt im chinesischen App Store eine neue Provisionsstruktur. Apple senkt die Gebühr für App-Entwickler von 30 auf 25 Prozent — und für kleinere Anbieter sowie Abo-Verlängerungen ab dem zweiten Jahr sogar von 15 auf 12 Prozent. Das Unternehmen begründet den Schritt mit „Gesprächen mit der chinesischen Regulierungsbehörde", die zuletzt eine mögliche Kartelluntersuchung gegen Apple vorbereitet hatte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Apple unter behördlichem Druck nachgibt. In Europa zwang der Digital Markets Act bereits zu einer Neustrukturierung der App-Store-Regeln. In Deutschland läuft zudem ein Verfahren wegen App Tracking Transparency. China ist für Apple jedoch besonders heikel — der Markt zählt zu den strategisch wichtigsten weltweit.

Neue Hardware, neue Produktionsstandorte

Parallel dazu hat Apple im März eine Reihe neuer Geräte auf den Markt gebracht: das MacBook Neo für 599 Dollar, das iPhone 17e sowie ein überarbeitetes iPad Air — ebenfalls ab 599 Dollar für das 11-Zoll-Modell. Die Geräte adressieren das mittlere Preissegment und sollen die Reichweite des Ökosystems verbreitern.

Gleichzeitig verlagert Apple einen wachsenden Teil der iPhone-Produktion nach Indien — inzwischen rund ein Viertel der globalen Stückzahlen. Der Schritt gilt als Absicherung gegen geopolitische Risiken und Abhängigkeiten von chinesischen Lieferketten.

Das iPhone Fold rückt näher

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Der wohl meistbeachtete Punkt im Apple-Ausblick ist das erste faltbare iPhone, das im September 2026 als Teil der iPhone-18-Reihe erscheinen soll. Das Gerät soll ein 5,5-Zoll-Display im zugeklappten Zustand bieten und beim Auffalten auf 7,8 Zoll erweitern. Zwei unabhängige Quellen haben diese Maße bestätigt.

Besonders bemerkenswert: Apple soll das bei Falt-Smartphones verbreitete Problem der sichtbaren Falte durch ein neues Material weitgehend gelöst haben — beschrieben als „nahezu unsichtbar" im aufgeklappten Zustand. Der Preis dürfte zwischen 1.800 und 2.500 Dollar liegen, womit es das teuerste iPhone wäre, das Apple je verkauft hat. Das Design ist laut Berichten abgeschlossen, die Massenproduktion läuft an.

Starke Zahlen als Rückenwind

Die operative Basis für all das ist solide. Im zuletzt berichteten Quartal erzielte Apple einen Umsatz von 143,76 Milliarden Dollar — ein Plus von 15,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie lag bei 2,84 Dollar und übertraf die Konsenserwartung von 2,67 Dollar. iPhone-Verkäufe legten im Jahresvergleich um 23 Prozent zu.

An der Börse spiegelt sich das wider: Seit August 2025 hat die Aktie rund 30 Prozent zugelegt, während Nvidia im selben Zeitraum nur etwa 5,5 Prozent gewann. Marktbeobachter werten dies als Zeichen, dass ein Teil der Investoren Apple als Alternative zu kapitalintensiven KI-Wetten betrachtet — ein Unternehmen mit stabilen Cashflows statt milliardenschwerer Infrastrukturausgaben.

Mit dem iPhone Fold, der neuen Hardware-Linie und dem regulatorischen Balanceakt in China hat Apple für das zweite Quartal 2026 jedenfalls einen vollen Kalender.

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