Seit sieben Wochen steht die Apple-Aktie unter Druck und hat sich deutlich von ihren Höchstständen entfernt. Während der breite Markt stabil blieb, verlor der iPhone-Konzern über 11 Prozent an Wert. Investoren blicken nun angespannt auf den 29. Januar: Belasten steigende Kosten die Margen oder können die kommenden Quartalszahlen die Stimmung drehen?

Margendruck durch Speicherchips

Die jüngste Schwäche der Aktie steht im klaren Kontrast zum Gesamtmarkt. Während der S&P 500 im gleichen Zeitraum nur rund 1 Prozent nachgab, rutschte Apple seit Jahresbeginn um über 9 Prozent ab und notiert aktuell im Bereich von 246 US-Dollar. Ein Hauptgrund für die Skepsis sind die explodierenden Preise für DRAM-Speicherchips. Diese haben sich seit Oktober 2025 aufgrund der enormen Nachfrage aus KI-Rechenzentren mehr als verdoppelt.

Analysten der Citigroup reagierten bereits und senkten ihr Kursziel von 330 auf 315 US-Dollar. Ihre Sorge: Die teureren Komponenten könnten in Kombination mit angekündigten Zollbelastungen von rund 1,4 Milliarden US-Dollar die Bruttomargen im ersten Geschäftsquartal empfindlich treffen.

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Gegenwind oder Kaufchance?

Nicht alle Experten teilen diese pessimistische Einschätzung. Das Analysehaus Evercore ISI stuft den Gegenwind durch Speicherpreise als „minimal“ ein und setzte Apple vor den Zahlen auf die Liste der „Tactical Outperform“-Werte. Unterstützung für die Bullen liefert zudem die neue Partnerschaft mit Google. Apple wird deren Cloud-Technologie und das Sprachmodell Gemini nutzen, um die eigenen KI-Funktionen und Siri zu verbessern. Dieser strategische Schritt adressiert die Sorge vieler Anleger, Apple könnte im KI-Wettlauf gegenüber Microsoft oder Nvidia den Anschluss verlieren.

Blick auf den 29. Januar

Am kommenden Mittwoch, den 29. Januar, wird sich zeigen, ob die Sorgen berechtigt waren. Das Management selbst bezeichnete das abgelaufene Quartal als „rekordverdächtig“. Der Markt erwartet einen Umsatz von rund 138,3 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 11 Prozent entspräche, sowie einen Gewinn je Aktie von 2,65 US-Dollar.

Neben den reinen Finanzkennzahlen liegt der Fokus auf zwei kritischen Bereichen:
* Services-Sparte: Investoren achten darauf, ob das margenstarke Dienstleistungsgeschäft weiterhin zweistellig wächst.
* China-Geschäft: Hier steht Apple durch lokale Konkurrenten wie Huawei unter massivem Preisdruck. Der Quartalsbericht muss zeigen, ob sich die Marktanteile stabilisiert haben.

Mit einem aktuellen Analysten-Konsensziel von rund 290 US-Dollar signalisieren die Experten trotz der jüngsten Korrektur ein Aufwärtspotenzial von etwa 17 Prozent. Entscheidend für eine Trendwende wird sein, ob Apple am 29. Januar beweisen kann, dass die Margen trotz gestiegener Komponentenkosten stabil bleiben.

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