Sieben Wochen in Folge schlossen die Papiere des iPhone-Konzerns im Minus – die längste Verlustserie seit über drei Jahren. Während der Aktienkurs schwächelt, senden operative Daten aus China ein überraschend starkes Lebenszeichen. Kann das Comeback im wichtigsten Wachstumsmarkt den Trend vor den anstehenden Quartalszahlen drehen?

Erfolgreiche Rückeroberung in China

Die wichtigste operative Nachricht kommt derzeit aus Fernost: Apple hat im vierten Quartal 2025 die Marktführerschaft im chinesischen Smartphone-Sektor zurückerobert. Laut Daten von Counterpoint Research sicherte sich der Tech-Gigant einen Marktanteil von 22 Prozent.

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Besonders bemerkenswert ist dieser Erfolg im Kontext des Gesamtmarktes:
* Gegen den Trend: Während der chinesische Smartphone-Sektor im selben Quartal um 1,6 Prozent schrumpfte, stiegen die Auslieferungen von Apple deutlich an.
* Treiber: Hauptverantwortlich für den Aufschwung ist die starke Nachfrage nach der iPhone 17-Serie.

Zwar ging der Jahressieg 2025 insgesamt an Huawei, doch der starke Jahresendspurt signalisiert eine wichtige Stabilisierung in Apples bedeutendstem internationalen Absatzmarkt.

Hohe Hürden für die Quartalszahlen

Der Fokus der Wall Street verschiebt sich nun vollständig auf den 29. Januar 2026. Nach Börsenschluss wird Apple seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal präsentieren. Die Erwartungen sind angesichts der ambitionierten Bewertung hoch gesteckt.

Das Unternehmen wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 34,25 gehandelt, was deutlich über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 24,6 liegt. Um diesen Bewertungsaufschlag zu rechtfertigen, muss Apple liefern. Analysten rechnen im Schnitt mit einem Umsatz von 138,25 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 2,65 US-Dollar.

Regulatorischer Druck und Analystenmeinungen

Trotz der Erfolge in China ziehen am regulatorischen Horizont in Indien dunkle Wolken auf. Die indische Wettbewerbsbehörde (CCI) droht mit einer Kartelluntersuchung bezüglich Apples App-Store-Praktiken. Sollte der Konzern nicht reagieren, könnte das Verfahren ohne weitere Anhörung fortgesetzt werden. Theoretisch sind Strafen von bis zu 38 Milliarden US-Dollar denkbar, wenngleich Höchststrafen in dieser Größenordnung selten verhängt werden. Diese Unsicherheit belastet jedoch die Perspektive in einem Markt, der als nächster großer Wachstumsmotor gilt.

Dennoch bleiben Analysten überwiegend optimistisch für die langfristige Entwicklung:
* Evercore ISI: Erhöhte das Kursziel auf 330 US-Dollar.
* Goldman Sachs: Bestätigt 320 US-Dollar.
* Konsens: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 292,22 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von etwa 14 Prozent entspricht.

Fazit

Die Apple-Aktie befindet sich technisch an einem Scheideweg. Während makroökonomische Sorgen und Zolldrohungen den Gesamtmarkt belasten, testet der Kurs aktuell die Unterstützungszone im Bereich von 250 US-Dollar. Die Richtung für das erste Halbjahr 2026 dürfte maßgeblich von der Reaktion auf den Quartalsbericht am 29. Januar abhängen.

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