Apple Aktie: Doppelte Belastung
Die Apple-Aktie ist holprig in das Jahr 2026 gestartet und steht aktuell spürbar unter Druck. Verantwortlich dafür ist eine unangenehme Mischung aus steigenden Komponentenkosten und regulatorischem Ärger in einem wichtigen Wachstumsmarkt. Während Anleger auf die kommenden Quartalszahlen warten, droht eine sogenannte „Speicherchip-Krise“ die Gewinnmargen des iPhone-Konzerns zu belasten.
Margendruck durch teurere Chips
Berichte vom Wochenende deuten auf ein wachsendes Problem im Hardware-Sektor hin: Explodierende Preise für Speicher- und Lagerungskomponenten setzen Hersteller unter Zugzwang. Da Zulieferer wie Micron Technology die Preise anheben, steht Apple vor einer schwierigen Wahl. Entweder der Konzern absorbiert die Mehrkosten und akzeptiert sinkende Margen, oder er gibt sie an die Kunden weiter und riskiert eine gedämpfte Nachfrage.
Analysten warnen, dass dieser Kostenschub ein greifbares Risiko für die Profitabilität in den kommenden Quartalen darstellt. Besonders brisant ist diese Entwicklung, da sie dem üblicherweise deflationären Kostenumfeld gegen Ende eines Produktzyklus widerspricht. Angesichts der Reife des iPhone-17-Zyklus ist strikte Kostenkontrolle eigentlich entscheidend.
Warnschuss aus Indien
Zusätzlich zur Kostenseite sorgt die Geopolitik für Unruhe. Die indische Wettbewerbsbehörde (CCI) hat Apple am Sonntag eine „letzte Warnung“ im Rahmen einer laufenden Kartelluntersuchung ausgesprochen. Als Grund wurden Verzögerungen bei den Antworten des Unternehmens genannt. Diese Eskalation könnte zu Geldstrafen und operativen Hürden führen – ausgerechnet in Indien, wo Apple seine Produktion und den Einzelhandel massiv ausbaut.
Marktlage und Analystenstimmen
Die Unsicherheit spiegelt sich im Kurs wider, der seit Jahresanfang rund 5,7 Prozent nachgegeben hat und zum Wochenschluss bei 255,53 US-Dollar notierte. Auch bei großen Marktteilnehmern herrscht Uneinigkeit: Während Global Financial Private Client seine Position im dritten Quartal reduzierte, kaufte US-Senator Markwayne Mullin jüngst Anteile zu.
Trotz der kurzfristigen Störfeuer bleiben Analystenhäuser wie Wedbush und Evercore ISI mit Kurszielen bis zu 350 US-Dollar optimistisch. Sie raten Anlegern, den Fokus auf den kommenden KI-Zyklus und das erwartete iPhone 18 Ende 2026 zu legen.
Blick auf den 29. Januar
Der entscheidende Impuls dürfte am Donnerstag, den 29. Januar 2026, folgen, wenn Apple seine Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal vorlegt. Die Wall Street rechnet mit einem Umsatz von rund 138 Milliarden US-Dollar. Aus technischer Sicht muss die Aktie die Marke von 260 US-Dollar zurückerobern, um sich zu stabilisieren, während ein Rutsch unter den 200-Tage-Durchschnitt bei knapp 248 US-Dollar weiteren Verkaufsdruck auslösen könnte.
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